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17 Jahre Zeppelin-Museum Meersburg

11. April 2008 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, ZEPPELLIN MUSEUM MEERSBURG

Seit 40 Jahren sammelt Heinz Urban Luftschiffgeschichte –
die Wiege von Ferdinand Graf Zeppelin ist Top-Rarität

MEERSBURG. fsf/ Der frenetische 58-jährige Luftschiff-Sammler Heinz Urban, mit Zeppelin-Museum in Meersburg am Bodensee, hat auf einer Auktion die Wiege von Ferdinand Graf Zeppelin ersteigert. Das Kinderbett des später weltberühmten Grafen gilt als Top-Rarität. Dieses Jahr feiert Heinz Urban mit Adresse „Schlossplatz 8“, 17 Jahre Zeppelin-Museum Meersburg am Bodensee. In 40 Jahren hat er über 10.000 Exponate von Luftschiffkarten, Wrackteilen, Bombenabwurfzentrale, Funkgeräte, Uniformen bis Bordgeschirr gesammelt. Seit Jahren ist er ein erfolgreicher Buchautor. Durch bisher unveröffentlichte Briefe von Zeitzeugen und geheimes Archiv-material will er beweisen, dass Junghans-Uhren durch einen Kabelbrand im Jahre 1908 verantwortlich für den Absturz von „LZ 4“ in Stuttgart- Echterdingen sind.

Zwischen dem weltgrößten privaten Zeppelin-Sammler Heinz Urban mit Museum in Meersburg und dem städtischen Zeppelin-Museum in Friedrichshafen scheint der Friede eingekehrt. Über Jahre war die Streitfrage wer die größte Sammlung sowie die eigentlichen Originale hat. Vor Gericht wurde über das Markenrecht „LZ“ bis „Adler mit Erdkugel“ gestritten. Mit dem neuen Friedrichshafener Oberbürgermeister Josef Büchelmeyer scheint jetzt der Sammlerkrieg beendet. Auch hat Heinz Urban von einem Konkurrenzmuseum in Friedrichshafen abgelassen.

Mit 18 Jahren kaufte sich Heinz Urban die Luftschiffpostkarte „LZ 1 über Friedrichshafen“. Sie ist der Grundstock, Faszination, zu der heute wohl weltgrößten privaten Zeppelin-Sammlung. Heinz Urban: „Vor 40 Jahren hatte keiner Interesse an Luftschiff Unikaten. Heute habe ich weltweite Konkurrenz, die Sammler überbieten sich. Die Zeit der ‚fliegenden Zigarre’ hat Renaissance“.

Geradezu euphorisch ist der Sammler Heinz Urban über den Erwerb der Wiege von Ferdinand Graf Zeppelin, die bei Geburt am 8.Juli 1838 im Macaire’ schen Anwesen, heute Steigenberger Inselhotel Konstanz, gestanden ist. Wie viele Möbelstücke kam sie nach Schloss Girsberg bei Kreuzlingen / Schweiz, wo der junge Graf seine Kinderjahre verlebte und später seine ersten Luftschiffe am Reißbrett konstruierte. Nach dem 2.Weltkrieg verkaufte die Enkelin Baronin Alexa von Koenig-Warthausen aus Geldmangel das gesamte Mobiliar um das Schloss zu unterhalten. Damit wurde die Wiege aus hartem Kirschholz, das Babybett, zum Sammlerobjekt. Heinz Urban: „Ein reicher Amerikaner, der ein Zeppelin-Museum aufbauen will, hat mir einen hoch-stelligen Betrag für das Babybett des weltberühmten Luftschiffpioniers geboten. Ich werde es nicht verkaufen, wie keines meiner Unikate“.
Weite Infos unter: www.zeppelinmuseum.com

Bild: (C) Fritjof Schultz – Friese

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