Gastronomen Wiedemann und Spicker innovativ im Tourismus -
- Stadtrundfahrt Konstanz und Linie Insel Reichenau –
KONSTANZ fsf/ Einen Stern hat das ZDF- Morgenmagazin „Volle Kanne“ dem Konstanzer „Nostalgie- Zille-Bus“ der 30er Jahre mit Sightseeing- Tour durch die Konzil- Stadt verliehen. Seit dem Jahr 2000 sind die Geschäftspartner Jürgen Wiedemann und Alfred Spicker mit zwei Oldie- Bussen in der Region für den Touris-mus innovativ, wobei es für die Gastronomen heißt: „lieber Bus fahren als Golf spielen“. In Konstanz wird in der Saison jeden Mittwoch und Freitag eine abendliche Stadtrundfahrt angeboten, wogegen der Zille- Bus mit Holzpritschen- Bestuhlung auf der Insel Reichenau auf Linie fährt. Abfahrt für die „Sightseeing- Tour Konstanz“ ist um 18,15 Uhr an der Marktstätte / Ecke Bahnhofstraße. Hier heißt es: „Hätten wir Sie hier vor mehr als 600 Jahren abgeholt, hätte Sie anstatt des Busses ein Schiff erwartet, denn gut zwei Drittel dieses Platzes war kurz vor 1400 der Hafen von Konstanz..“. Vorbei geht es am Bahnhof, wo am 13. Juni 1863 der erste Zug hielt, der vom Türmer durch Glockengeläut angekündigt wurde. Dann geht es am Stadtteil Stadelhofen vorbei, dem einstigen Wirtschaftshof der Bischofsstadt, wohin die „übel riechenden Berufe“, wie Gerber und Metzger verbannt wurden. Das Schnetztor ist eines von drei verbliebenen Stadttoren von einst 27. Die Luther- Kirche, das erste evangelische Gotteshaus der Stadt, soll an den Tod des Reformators Jan Hus, Vorläufer von Martin Luther, erinnern, der während des Konstanzer Konzils, auf dem Scheiterhaufen starb. Dann geht es über die Rheinbrücke mit Blick auf den Bodensee, den so ge-nannten Obersee. Von hier wird der Rhein mit 1000 Kilometern bis Rotterdam gemessen. Die Fahrt führt zum Stadtteil Staad, wo es seit 1928 eine Fährverbindung nach Meersburg gibt. Im Jahr befördern hier sieben Fähren an die fünf Millionen Passagiere sowie gut 1,5 Millionen PKW. Hier erzählt der Gastronom Jürgen Wiedemann wie die beste Meersburger Weinlage, die Haltenau zum Spitalweingut Konstanz kam. Es klingt wie eine Anekdote und ist doch wahr: Keiner der Meers-burger Stadtherren war bereit die „grotenhäßliche“ (badisch!) adelige Gutsherrin Wendelgard zu besuchen und auszuführen. Da machten sich die Konstanzer Kollegen nach Meersburg auf und führten die Dame mit Küsschen aus. Als Dank wurde ihnen als Erbe der Weinberg als vermacht. Für die Meersburger ist die Geschichte bis heute eine Schmach.
Gesamten Artikel lesen:
ZDF- Stern für Konstanzer Sightseeing- Oldie- Bus