„König vom Schnetztor“ nach drei Wochen Klinik wieder in Dienst
16. Mai 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, KONSTANZ, MEDIEN, PROMIS, SOZIALES, TOURISMUSGroße Suchaktion nach Konstanzer Clochard Holger Schmidt -
Konkubinen sollen den Maschinenbauer auf die Straße getrieben haben
KONSTANZ / FREIBURG. fsf/ Der bekannteste Konstanzer Clochard, der 66-jährige Holger Schmidt, mit Outfit grauer Rauschebart und Schiffermütze, sitzt wieder zu festen Bürozeiten im Konstanzer Schnetztor und lässt sich beschenken. Er bettelt nicht. Drei Wochen hat der „König vom Schnetztor”, wie ihn Kinder getauft haben, gefehlt. Für Anwohner Alarm die Polizei und Krankenwagen zu rufen um seine Schlafstätte in der Unterführung Bodan- Kreuzlinger Straße zu kontrollieren. Der Schlafsack war leer, kein toter Clochard. Der Verdacht lag nahe, da er vor Ostern immer wieder von unsäglichen Schmerzen und schwarzen Krebs am ganzen Körper gesprochen hat. Jetzt gibt er die Erklärung: Er hat sich selber ins Konstanzer Klinikum eingewiesen, die ihn nach drei Tagen Gesundheits-Check an die Universitätsklinik Freiburg überwiesen haben, wobei es auch hier wieder keine klare Diagnose geben soll. In Verdacht stehen soll eine verschleppte Tropen-Krankheit. Seit sieben Jahren lebt Holger Schmidt auf der „Platte”, wobei er vom Sozialstaat keinen Cent genommen haben will. Keine 9,80 Euro wie Penner. Er hat seinen Stolz. Schuld an seiner Misere sollen die „Konkubinen”, die Beziehungskisten sein, wobei er keiner widerstehen habe können. Demgegenüber will er ein fähiger Geschäftsmann im Maschinenbau gewesen, hier mit Auslandsaufträgen in der ganzen Welt. In Katmandu will er den Extrembergsteiger Reinhold Messmer kennen gelernt haben und mit ihm bis auf 5500 Metern den Mount Everest bestiegen haben. Am Bodensee hängen geblieben ist er nach seinen Worten durch den Besuch bei seiner Tante, der großen Meinungsforscherin Prof. Dr. Dr. h. c. Elisabeth Noelle-Neumann in Allensbach.
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