Online-Zeitung / Boulevard - Aktuelles - Tourismus
FSF-Medienverlag / Bodensee-Nachrichten
Redaktionsbüro Baden-Württemberg
Anzeige
Bodensee-Woche

Archiv für 17. März 2010

Zweiter Konstanzer-Bürgerentscheid in Konzert- und Kongresshaus droht zu floppen

17. März 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, KONSTANZ, POLITIK, SOZIALES, TOURISMUS

60.000 wahlberechtigte Bürger entscheiden über Verschuldung und Standort Platz „Klein Venedig“ -

„Das Konzert- und Kongresshaus ist derzeit ein Fantasieprojekt und nicht seriös“

KONSTANZ. fsf/ Der zweite Bürgerent- scheid in Konzert- und Kongresshaus Konstanz auf Platz „Klein Venedig“ droht zu floppen. Im ersten Entscheid 2003 stimm- ten 54 Prozent gegen den „Palazzo“. Am kommenden Sonntag den 21. März ist es wieder soweit, an die 60.000 wahlbe- rechtigte Bürger stimmen über einen 63 Millionen Bau ab, der verkehrstechnisch äußerst kritisch ist und real auf Müll gebaut werden soll. In den 50er / 60er Jahren war Platz „Klein Venedig“ direkt am Bodensee gelegen in Auf- schüttung der Müllplatz der Stadt, wo 50 Prozent unsortierter Hausmüll mit extrem hohem Anteil Altöle, 20 Prozent Gewerbe und 30 Prozent Bauschutt lagern sollen. Die Feuerwehr musste immer wieder zum Löschen von abgelagerten selbstentzündeten Stoffen ausrücken. An die 80 Prozent des gesam- ten Platzes sind Deponie. Mit einer beispiellosen Werbekampagne wie Konstanz gibt den Ton“ mit bekannten Persönlichkeiten wie Gräfin Bettina Bernadotte von der Mainau sowie der Bestseller-Autorin Gaby Hauptmann und anderen wird auf Plakaten und Flyern Werbung für das Konzert- und Kongress- haus gemacht. Die Kosten für die „Goodwill-Promotion“ liegen in sechsstelliger Höhe aufwärts wobei diese von bekannten Sponsoren aus der Region sowie Stadt getragen werden. Wie viel Konstanz aus Steuergeldern finanziert ist nicht bekannt. Kontrahent in Konzert- und Kongresshaus auf Platz „Klein Venedig“ ist der der einstige Grüne- Landtags- Kreistags- abgeordnete der 52-jährige Historiker Dr. Günther Schäfer mit Bürgerinitiative „Nein zu Klein Venedig“. Er votiert nicht nur gegen den Standort sondern hält das Projekt derzeit nicht für realisierbar. Die Ver- schuldung der Stadt, so Schäfer, liegt zurzeit bei 26 Millionen Euro. Der verabschiedete Haushaltsplan bis in Jahr 2013 liegt bei 71 Millionen. Investiert werden muss dringlich in Haltestelle Sternenplatz, Sozialstadt Berchen und andere Projekte sowie mittelfristige Finanzplanung. Mit Sanierung Klinikum sowie Bau des Konzert- und Kongress- hauses bei Minimalausführunf liegt die Verschuldung bei 143 Millionen was vom Haushalt nicht zu- lässig ist, so Dr. Günther Schäfer. Der einstige Grüne- Politiker: „Das Regierungsprä- sidium Freiburg wird die Hochverschuldung nicht zulassen. Das Konzert- und Kongresshaus ist derzeit ein Fantasieprojekt und nicht seriös“.

Gesamten Artikel lesen: Zweiter Konstanzer-Bürgerentscheid in Konzert- und Kongresshaus droht zu floppen