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25.000 Fans feierten „25 Jahre Rock am See“ in Konstanz

29. August 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, GESCHICHTE, KONSTANZ, PROMIS, TOURISMUS, UMWELT

Zittern vor der Veranstaltung halten die Bands die Verträge ein – im letzten Jahr statt OASIS die Oldies von Deep Purple –

Veranstalter KOKO & DTK Entertainment GmbH schreibt seit Jahrzehnten Öko-Geschichte



KONSTANZ. fsf / 25.000 Besucher feierten „25 Jahre Rock am See“ in Konstanz am Bodensee. Stars waren die Düsseldorfer Kult-Band „Die Toten Hosen“, die zum fünf-ten Mal dabei waren. Der Frontman Campino ließ es sich nicht nehmen zum Jubi-läum eine Feuerwerkrakete aus dem Baumarkt in den Himmel zu schießen. Bei der Geburtstagsfete dabei die britische Pop-Sängerin Kate Nash, die britische Band „Skunk Anansie“ mit akrobatischer Frontfrau Skin, das deutsch Punkrocktrio „Wizo“ und die Brit- Band „The Kooks“. Die meisten Rock-Fans waren bereits am Freitag angereist. Der Veranstalter Koko- & DTK Entertainment GmbH mit Hauptgeschäfts-stelle Konstanz hatten den Flughafen für 5000 Zeltplätze angemietet. Zum Veranstaltungsgelände Bodensee-Stadion verkehrten Shuttle-Bussen. Die Deutsche- sowie Schweizer Bahn hatten Sonderzüge eingesetzt. Der Sprecher der Polizeidirektion Konstanz Michael Aschenbrenner: „Rock am See war für uns relativ friedlich und nicht auffällig. Es gab zwei Festnahmen wegen Widerstand gegen die Polizei, vier Gewahrsam wegen Trunkenheit und kleinere Drogendelikte. Es liegen keine Körperverletzungen sowie Sachbeschä- digungen vor“.

Tage vor Rock am See sind für Dieter Bös, einer der drei Geschäftsführer von KOKO & DTK Entertainment GmbH, schlaflose Nächte. Im letzten Jahr versetzten ihn OASIS. Der Manager rief ihn nachts an und teilte mit, dass sich die Gruppe aufgelöst hätte. Ein Albtraum, über 20.000 Karten zurückgeben? Sein Glück im Unglück war´, das die Rock-Oberliga Deep Purple gerade in der Schweiz spielten. Der Ersatz war perfekt. Herbert Grönemeyer und Nina Hagen machten 1985 mit 17.500 Fans den Anfang. Es folgten BAP, Santana, Neil Young, Leonhard Cohen, Simple Minds, Marius Müller-Westerhagen, Rammstein, Lenny Kravitz, Marilyn Manson und immer wieder Die Toten Hosen. Im Jahr 2003 brachten Metallica die Massen zum Kochen, fast wäre es hier Panik gekommen als Absperrgitter barsten.

Öko-Geschichte für ein Grünes- Rock-Festivals haben die Geschäftsführer Dieter Bös und Armin Nissel von KOKO & DTK Entertainment GmbH geschrieben, das nach Aussage der Veranstalter CO2-neutral ist. Ausgehend ist eine Umweltverträglich-keitsprüfung von 1991. Ein fünfköpfiges Team eines Aachener Planungsbüros zählte den Verkehr, inspizierte die sanitären Anlagen bis Müllcontainer und maß im nahe gelegenen Lorettowald die Tritt- sowie Schadstoffbelastung. Ein Novum sind seit Jahren bei Rock am See die wieder verwertbaren Plastikbecher und Spülmaschinen, das wo andere Festivals wahre Müllberge feiern. Vor dem Veranstaltungsgelände selber sind laufend Helfer mit Sammeln von Flaschen und Unrat unterwegs.

Weitere Infos über Rock am See unter www.rock-am-see.de

Bild: Fritjof Schultz-Friese


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