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6. Müller- Thurgau Preis im Neuen Schloss Meersburg vergeben

7. Juli 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, MEDIEN, MEERSBURG, NATUR, OBST ANBAU BODENSEE, TOURISMUS

23 Juroren verkosteten 227 Weine in fünf Kategorien von Europa bis Übersee –

Staatsweingut Meersburg belegte 1.Platz mit 2009er Hohentwieler Olgaberg



MEERSBURG. fsf/ 23 Juroren verkosteten im Neuen Schloss Meersburg am Bodensee 227 Müller- Thurgau-Weine von Europa bis Übersee. Veranstalter war der „Verein Bodensee Wein.“ dem 30 deutsche Winzer vom Nordufer des Bodensees angehören. Seit dem Jahr 2003 gibt es den Verein mit Vorstand von sieben Mitgliedern. Das Ziel ist das Image des Weißweines, gezüchtet im Jahre 1882 von dem Schweizer Prof. Dr. Hermann Müller aus den Rebsorten Riesling (Mutter) und Madeleine Royale (Vater) zu verbessern. In Deutschland ist der Wein seit 1913 nach Namen des Züchters „Müller- Thurgau“ bekannt, wobei dieser aus dem schweizerischen Thurgau stammt. In der Schweiz selber heißt er nach Wunsch des Züchters „Riesling- Silvaner“. Weltweit geht man derzeit von 42.000 Hektar Anbaufläche aus. Am deutschen Bodenseeufer in Baden, Württemberg und Bayern sind es von gesamt 600 Hektar Anbaufläche gut 25 Prozent. 13 Winzer aus Baden, Franken und Hessen wurden im Neuen Schloss Meersburg für ihre Weine mit dem ersten bis dritten Platz ausgezeichnet, wobei es um fünf Kategorien von trocken bis edelsüß ging.

Ausgezeichnet mit 1.Platz für Müller- Thurgau QbA trocken – „2009er Hohen- twieler Olgaberg“ wurde das Staatsweingut Meersburg. Die Rebe wächst mit drei Hektar von sieben mit anderen Sorten Anbaufläche an 560 Meter höchstem Weinberg Deutsch- lands, auf dem Vulkanfelsen Hohen- twiel bei Singen mit größter Burgruine. Die Lese liegt hier durchschnittlich bei 8000 Litern, wobei der Boden der Traube eine mineralhaltige Würze Richtung Riesling gibt. Die Auszeich- nung ist ein Erfolg für den für den 46-jährigen Kellermeister Harald Gu- temann vom Staatsweingut, wo er seit 1999 tätig ist. Hier machte er auch seine Lehre als Küfergeselle. Es folgte Südafrika am Kap bei dem deutschen Großwinzer Stellenbusch, dann Weinbauschule und schließlich acht Jahre bei der Spitalkellerei Konstanz. Die Urkunde für die Auszeichnung nahm Harald Gutemann von der Bodenseewein-Prinzessin 2010/11 Daniele Sättele von der Insel Reichenau entgegen.

Den 2. Platz in Kategorie Müller Thurgau trocken belegte Weingut Markgraf von Baden, Salem mit 2009er Birnauer Kirchhalde. Seine Königliche Hoheit ist der zweitgrößte Winzer in Deutschland und in Baden mit 145 Hektar in Baden der größte. Am Bodensee bewirtschaft der Marktgraf 110 Hektar wovon 35 Prozent Müller- Thurgau sind. Die Weine liegen im Premium-Bereich. Den Müller- Thurgau Preis nahm Sebastian Beemelmans, Kaufmänn- ischer Betriebsleiter der Weingüter des Markgrafen von Baden entgegen. Seit 2006 ist der IHK- geprüfte Weinfachberater im mark- gräflichen Hause tätig. Er ist der „Vater der Salemer Weinschule“ mit hochkarätigen Se- minaren im Februar sowie November, wobei die Aspiranten als Wein-Novizen abschließen.

Weitere Sieger des Wettbewerbs sind in Kategorie 1 (trocken >12,0 % Vol) 1.Platz Weingut Geiger & Söhne, Thüngersheim- Franken , 2009er Thüngersheimer Johanniberg MundArt Müller- Thurgau Kabinett, Kategorie 2 (trocken >12,0 % vol) 1. Platz Staatsweingut Meersburg (wie geschrieben Hauptext), Kategorie 3 (halbtrockene Weine) 1.Platz Weingut Frenk Hemmes, Bingen-Rheinhessen, 2009er „Filius“ Müller-Thurgau QbA halbtrocken, Kategorie 4 (liebliche Wein) 1.Platz Winzer- genossenschaft Jechtingen- Baden, 2009 Jechtinger Steingrube Müller-Thurgau Spätlese, Kategorie 5 (edelsüße Weine) 1. Platz Winzergenossenschaft Jechtingen – Baden, 2009er Jechtinger Steingrube, Müller-Thurgau Trockenbeerenauslese.

Dr. Jürgen Dietrich Vorsitzender von „Bodensee Wein e.V.“ sowie Direktor vom Staatsweingut Meersburg: „Mit der Prämierung der Müller- Thurgau Weine, was weltweit einzigartig ist, wollen wir den lieblichen süffigen Wein aus dem Image als Massenträger der letzten Jahre holen, wobei sich das Thema durch das Überangebot durch den Rotwein erledigt hat. Der Müller Thurgau wird zunehmend knapp. Die Qualitäten werden durch die intensive Pflege immer besser und damit die Nachfrage“.

Bilder: Fritjof Schultz-Friese


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