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Pfahlbauten

Auf Konstanzer Weihnachtsmarkt das Konzil sowie Rheintorturm als Tonkunstwerk

16. Dezember 2008 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, HOBBY, KONSTANZ, KUNST UND KULTUR, LINDAU, MEERSBURG, PFAHLBAUTEN UNTERUHLDINGEN

Töpferei modelliert über 6000 historische Häuschen für Weihnachten –
47-jähriger Handwerksmeister Dieter Bauer aus Fulda auf zehn Märkten

KONSTANZ / FULDA. fsf/ Auf dem größten Weihnachtsmarkt am Bodensee jobbt die 34-jährige Sylvia Gruber und verkauft Tonhäuschen bekannter deutscher Bauwerke sowie der Schweiz, unter ihnen das Konstanzer Konzil, der Rheintorturm sowie das Molenhäuschen. Die lasierten Häuser sind ganz und gar kein Kitsch sondern kleine Kunstwerke in Minature. Die Nachbauten kommen von der Töpferei Dieter Bauer aus Lauterbach bei Fulda, der zu Weihnachten zehn Märkte von Konstanz, Baden-Baden, Worms bis Oberhausen im Ruhrpott beliefert. Es sind 600 Modelle, wovon 200 Fantasie und 400 historische Vorbilder sind. Für die Weihnachtssaison modelliert der Chef sowie Mitarbeiter an die 6000 Häuser, die reißenden Absatz mit Illuminierung Elektro oder Kerzenlicht sowie als Räucher- und Dufthäuschen finden.

Der Stand mit Hunderten Ton-Häuschen in Minature ist auf dem Konstanzer Weihnachtsmarkt am Hafen, neben Afro-und Asien-Kitsch und Nippes, ein Highlight. Neben Konstanzer Sehenswürdigkeiten gibt es vom Bodensee die Meersburger Schloss-Mühle und den Lindauer Mangturm sowie von Tübingen das Friedrich-Bauer-Haus, von Reutlingen das Tübinger Tor sowie das Zunfthaus und den Metzgerturm, von Biberach das Webermuseum und den Weißen Turm sowie von Freiburg das Schwabentor zu kaufen, wobei die Preise absolut erschwinglich sind. Der 47-jährige Töpfer Dieter Bauer, – der Betrieb in der 18.Generation, gegründet als Geschirrtöpfer-, ist zu 90 Prozent eine Weihnachtstöpferei, wobei zunehmend die Kommunen ihre historischen Bauten in Ton modellieren lassen.

Seit 20 Jahren ist Dieter Bauer ein „Häuslebauer” in Miniature. Die Vorlagen für die historischen Bauten, zumeist Fachwerk, sind Fotos oder alte Stiche. Die Häuser baut er aus ausgerollten Tonplatten, wobei mit einem spitzen Messer die Fenster sowie Türen rausgeschnitten werden. Der erste Brand, auch Rohbrand genannt, ist dann bei 700 Grad. Dann folgen die Farblasuren sowie der Endbrand mit 1040 Grad.. und fertig ist das Häuschen mit Station unterm Weihnachtsbaum oder Vitrine. Für andere wieder ist das Kunstwerk ein Souvenir.

Weitere Infos unter: www.toepferei-bauer.de E-Mail: toepferei-bauer@t-online.de

Bilder: Fritjof Schultz-Friese

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