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Auf Schweizer Zeppelin-Schloss knackt Ferdinand Graf Zeppelin die Nüsse

9. Dezember 2007 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, HOBBY

Seit 1984 ist Familie Schmidt- Andrist Besitzer von Schloss Girsberg

In der Weihnachtszeit dreht sich der Christbaum der gräflichen Familie

CH- KREUZLINGEN. fsf/ In der Schweizer Nachbarstadt Kreuzlingen knackt der einstige Reisebürokaumann, heute Schlossherr Kurt Schmidt- Andrist, mit Ferdinand Graf Zeppelin die Nüsse. Auf Schloss Girsberg verbrachte der junge Zeppelin seine Jugendjahre und konstruierte hier später die legendären Luftschiffe.

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Ein Gedächtniszimmer mit Original-Erinnerungstücken wie Schreibtisch, persönliche Briefe sowie Bauplänen der fliegenden Zigarren erinnert an die gräfliche Familie, wobei die Zeppelin-Enkelin Alexa von Koenig Warthausen bis zu ihrem Tode 1997 auf dem Schloss nahe Konstanz wohnte. Seit 23 Jahren ist die Familie Schmidt- Andrist Besitzer von dem Schloss und Obstplantagen. In der Advents- und Weihnachtszeit stellen sie den Christbaum mit Glasperlenschmuck der gräflichen Familie von Zeppelin auf.

Im Jahre 1840 vermachte der Konstanzer Schwiegervater David Macaire der gräflichen Familie Friedrich und Amelie von Zeppelin Schloss Girsberg als Weihnachtsgeschenk. 30 Jahre später war der Sohn und spätere Luftpionier Ferdinand Graf Zeppelin der alleinige Besitzer des Schlosses. Die Räumlichkeiten wurden zum Konstruktionsbüro für „lenkbare Luftfahrzeuge“. Mit dem Motorboot setzte Graf Zeppelin von Konstanz nach Manzell bei Friedrichshafen über, wo sich am 2. Juli 1900 das erste Luftschiff „LZ 1“ von einem Ponton im Bodensee erhob.
Die urkundliche Erwähnung von Schloss Girsberg geht auf das Jahr 1473 zurück, wobei es wechselnde Besitzer wie Kaiser Rudolf II. von Habsburg wie die Reichsabtei von Peterhausen in Konstanz hatten.

Seit den 90er Jahren gehört Schloss Girsberg zu einer der ersten Adressen im Freilichttheater der Schweiz. Dabei spielt Kulturscheune für den Eventbereich eine wichtige Rolle. In dieser ist eine der größten historischen Puppensammlungen (500 Puppen) ausgestellt, die ein Hobby der Schlossherrin Jolanda Schmidt- Andrist sind. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört das Erinnerungszimmer von Ferdinand Graf Zeppelin. Als Puppe sitzt er in Original- Kleidung an seinem einstigen Schreibtisch und konstruiert Luftschiffe.

Jeweils am Mittwoch und Sonntag von 15 bis 17 Uhr ist die Kulturscheune auf Schloss Girsberg mit Puppenmuseum, Gedächtniszimmer Ferdinand Graf Zeppelin
und jetzt mit Weihnachtsbaum der gräflichen Familie, geöffnet. Die Mechanik lässt den Baum mit Melodie „O’ Du Fröhliche“ und „Stille Nacht“ drehen. Am Christbaum hängen Gablonzer- Glasperlenschmuck in Form von Luftschiffen und Ballons. Unter diesem stehen in Reih und Glied die Zeppelin- Nussknacker aus dem Erzgebirge.

Bild: (C) Fritjof Schultz – Friese

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