Ausländer versuchen mit Einmietschecks abzuzocken
2. Juli 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, RECHTPolizei rät Beherbergungsbetriebe zur Vorsicht
FRIEDRICHSHAFEN.red./ Schon seit mehreren Jahren nehmen im Ausland agierende Unbekannte immer wieder Kontakt auch mit Betreibern von Beherbergungsbetrieben im Bodenseekreis auf, um Zimmer oder Appartements anzumieten. Um den Eindruck von Seriosität zu erwecken geben die Unbekannten nicht selten vor, für weltweit bekannte Organisationen oder kirchliche Einrichtungen tätig zu sein und erklären sich schon im Voraus bereit, den gesamten Mietbetrag in Form eines ausgestellten ausländischen Schecks zu begleichen. Kurz vor der angekündigten Anreise wird die Buchung oftmals verschoben, komplett oder teilweise storniert und die Vermieter aufgefordert, einen entsprechenden Anteil des im Scheck eingetragenen Betrages auf ein angegebenes Konto im Ausland zu überweisen.
Da ein Überprüfungsergebnis dieser ausländischen Schecks von den Banken in den Ausstellungsländern längere Zeit in Anspruch nehmen kann, ist dringend davon abzuraten, die verlangten Überweisungen vorzunehmen. Meist handelt es sich um gefälschte Schecks, die nicht zur Auszahlung gelangen. Mit diesem Trick war ein unbekannter Täter erst dieser Tage wieder an einen Vermieter von Ferienwohnungen in Friedrichshafen herangetreten. Obwohl der Vermieter auf Barzahlung des Betrages in Höhe von 960 Euro bestand, übersandte der Unbekannte bereits einige Zeit vor Mietbeginn eine Scheck über 5500 Euro und forderte den Vermieter auf, ihm den restlichen Betrag abzüglich möglicher Unkosten auf ein Konto im Ausland zu überweisen. Der Unbekannte gelangte jedoch nicht an sein kriminelles Ziel, da der Betroffene misstrauisch geworden war und keine Überweisung vornahm.
Da damit zu rechnen ist, dass unbekannte Täter auch zukünftig immer wieder versuchen werden, Hotels, Gaststätten aber auch private Vermieter auf diese Art und Weise zu Geldüberweisungen zu bewegen, rät die Polizei um besondere Vorsicht. Weitere Tipps und Hinweise, wie Sie sich gegen Trickbetrüger schützen können, erhalten sie über das Internet unter www.polizei-beratung.de und bei der Polizeilichen Beratungsstelle der Polizeidirektion Friedrichshafen, Tel. 07541/701-1510.
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