Baden-Württemberg investiert sechs Millionen in Teilsanierung Schloss Salem
4. März 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, SALEMSozialdemokraten wollten nur einen symbolischen Euro für die Königliche Immobilie zahlen –
Nach Erfolg Landesfest mit 20.000 Besuchern jetzt mit Tradition Wiederholung am 3.Oktober
SALEM / BODENSEEKREIS. fsf / An die sechs Millionen Euro investiert das Land Baden-Württemberg bis 2011 in die Sanierung von Schloss Salem. Nach heftigen Kontroversen hatte das Land das Schloss im April letzten Jahres nach Überschuldung Seiner Königlichen Hoheit dem Markgrafen von Baden für 58,8 Millionen Euro gekauft, es bestand die Gefahr, dass die historische Immobilie, – bis zur Säkularisation Abtkloster der Zisterzienser- Kongregation -, an ausländische Spekulanten übergeht. Für die Sozialdemokraten hatte Seine Königliche Hoheit das Land über den Tisch gezogen, argumentiert wurde mit Folgenkosten von 47 Millionen Euro in den nächsten Jahren. Ein symbolischer Euro sollte der Kaufpreis nach Willen der Landtagsfraktion kosten und nicht mehr. Der Kauf von Schloss Salem ist die 59. kulturhistorische Immobilie des Landes Baden-Württemberg, dem Finanzministerium mit Referat Schlösser und Gärten. Das Land investiert jährlich etliche Millionen Euro aus Mitteln des Konjunkturprogrammes für den Erhalt der Historie. Zu den landeseigenen Immobilien gehören am Bodensee Schloss Meersburg, das Montfort- Schloss Tettnang und die Burgruine Hohentwiel.
Cornelia Ruppert vom Stuttgarter Finanzministerium: „Es ist uns ein großes Anliegen Schloss Salem vom seiner kulturhistorischen Bedeutung zu erhalten und der Öffentlichkeit weiter zugänglich zu machen. Als Leiterin des Referats Schlösser und Gärten hatte sie im letzten Jahr den Kaufpreis für Schloss Salem entscheidend ausge- handelt, wobei Teile der Prälatur weiter im Besitz des Markgräflichen Hauses von Seiner Königlichen Hoheit Max Markgraf von Baden sowie Seiner Kaiserlichen Hoheit Valerie Markgräfin von Baden (Habsburgerin) bleiben. Über den Verbleib als Teilimmobilie Cornelia Ruppert: „Wir haben im Grundbuch eine saubere Trennung hingekriegt, die jegliche Komplikationen ausschließen. Mög- liche Baumaßnahmen werden von staatlichen Behörden geleitet. Es ist also nicht so, dass der Markgraf seine Außenfassade in gelb streicht und wir in schwarz. Auch ist geregelt wer die Kosten trägt“.
Zur Sanierung stehen bis in das Jahr 2011 das Dach über den Kaisersaal und die Decke in diesem an, die Restaurierung des Münzkabinetts und das Abt-Zimmer, die Restaurierung des Beetsaales sowie eine
Holzwurmbekämpfung an der Nordempore des Münsters sowie die Sanierung der Fassaden in den Innenhöfen, wobei letztere bereits begonnen haben. Was die bisherigen Veranstaltungsaktivitäten betreffen, so die Referatsleiterin Cornelia Ruppert, will man an Bewährtem festhalten und keine Abstriche machen. Wörtlich: „Der Markgraf hat hier eine Meßlatte gesetzt wo wir mithalten werden“. Auch soll das Landesfest in Schloss Salem wie im Juli letzten Jahres mit gut 20.000 Besuchern Tradition werden. Gefeiert werden soll dieses Jahr am 3. Oktober wo der neue Ministerpräsident von Baden-Württemberg Stefan Mappus mit Kabinett erwartet wird. Im Juli letzten Jahres war es Günther Oettinger, heute EU- Kommissar, der verantwortlich für den Kauf von Schloss Salem ist.
Bilder: Fritjof Schultz-Friese .
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