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Barbara Michel- Jägerhuber in der Gunzoburg sowie Gärtnerei Widmer in Überlingen

21. Februar 2012 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, HOBBY, KUNST UND KULTUR, ÜBERLINGEN

IBC Dr. Kornelius Otto würdigt 90-jährige zum Geburtstag als eine der großen Künstlerinnen vom Bodensee –

 In der Galerie 36 Arbeiten der Schaffensperiode von 1967 bis 2010 und im Gewächshaus die Schwäbisch- Alemannische Fasnet

 

ÜBERLINGEN. fsf / Die 90-jährige Überlinger Malerin Barbara Michel- Jägerhuber ist die Grand Dame in der Kunstwelt am Bodensee. Gleich zwei Geburtstagsausstellungen gibt es in Überlingen. In der Gunzoburg am Franziskaner-Tor sind es 36 Ar-beiten der Schaffensperiode von 1967 bis 2010 von „Ecce homo“ Aquarell, Tusche auf Papier (1974), „Sturm am Bodensee“ Druck auf Leinen (1990) bis Griechenland“ Monotypie überarbeitet (2010). Im Gewächshaus der Gärtnerei Widmer in der Bar-belstraße 5 wird es närrisch. Hier hat die Künstlerin großformatige Fasnetbilder auf dickem Packpapier ausgehangen. Es ist Bühnendekoration aus dem Casino des ehemaligen Bodensee- Werkes heute Diehl BGT Defence. In Überlebensgröße das tanzende Überlinger Hänsele mit Kar- batsche, der springende Rottweiler Federhannes und Hemdgkonker im weißen Nachthemd mit Topf- deckeln und Harmonika. Der Gärtnermeister Andreas Widmer hatte die Idee zur närrischen Ausstellung zwischen Floristik. Seit Jahren stellt die bekannte Künstlerin im Winter ihre Blumen im Gewächshaus von Widmer unter. So lag die Frage von Gärtnermeister Andreas Widmer am Barbara Michel-Jägerhuber nicht fern: „Wollen Sie bei mir im Gewächshaus ausstellen?“.

Die bekannte Überlinger Künstlerin Barbara Michel- Jägerhuber wurde am 2. Januar 1922 in Hamburg geboren. Seit 1927 ist sie mit der Familie in Über- lingen ansässig. Der Vater Herbert baute ein Jahr später ein Haus in der Mozartstraße, damals im Volksmund „Hungerhügel“ genannt, Hier wohnten bekannte Künstler wie Literaten und Maler, denen man unterstellte sie lebten von der „Hand im Mund“. Der Vater, ein bekannter Maler, Mitglied in der Künst- lervereinigung „Der Kreis“, unterrichtete die Tochter in Maltechniken. Es folgte ein Studium an der Kunst- akademie in Karlsruhe bei Prof. Walter Conz. Sie lernt Brückemitbegründer Karl Schmitt- Rottluff ken- nen, der sie trotz Malverbot durch die Nazis, -„ent- artete Kunst“-, unterrichtet. Er stellt ihr die provokante Frage „Und Du willst Malerin werden?“ Von 1938 bis 1941 besucht sie die Werkkunstschule in Hamburg. Sie nimmt Unterricht in der Privatkunstschule Stock- Schmilinsky bei Eduard Bargheer. Auch hier die provokante Frage: „Was wollen Sie denn hier?“. Sie gilt als hochtalentiert, der Unterricht wird in Frage gestellt, pure Zeitverschwendung. Es folgt ein Stu- dium an der “Accademia di belle Arti“ in Florenz..  Im August 1945 eröffnete sie mit großem Erfolg ihre erste Ausstellung in Überlingen.

Zum 90.Geburtstag schreibt ihr der Künstler-Kollege Bruno Epple:„Barbara Du hast Deine Begabung zur Fülle gebracht“. Bei Eröffnung der Geburtstagsausstellung in der Überlinger Gunzoburg hält Dr. Kornelius Otto vom Internationalen Bodensee-Club (IBC) die Laudatio auf Barbara Michel Jägerhuber. Er würdigte die Künstlerin als eine der Großen vom Bodensee, die die künstlerische Landschaft am Bodensee entscheidend geprägt hat.

Bilder: Fritjof Schultz-Friese

 

 

 

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