Zeppelin-NT fliegt zum zweiten Mal für Klimaforschung
6. November 2008 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, MEDIEN, MOBILITY, NATUR, TECHNIK, TOURISMUS, UMWELT, WETTER, ZEPPELLIN NTOH- Radikale sind für Wissenschaftler die „chemische Waschküche” für Schadstoffe-
Meß-Ergebnisse für Deutsche Bundesregierung und Europäische Union
FRIEDRICHSHAFEN.fsf/ Der Zeppelin schreibt nach dem Comeback als “Zeppelin-NT” als Touristen-Liner” am Bodenseehimmel, in Japan, England und Kalifornien sowie Diamantensucher in Afrika erneut Geschichte. Seit dem 17. Oktober fliegt der 75 Meter lange Zeppelin NT in 700 bis 1000 Meter Höhe im Auftrag des Instituts für Chemie und Dynamik der Geosphäre des Forschungszentrums Jülich über dem Bodensee sowie Friedrichshafen und Ravensburg. In der planetarischen Grenzschicht, dem untersten Teil der Troposphäre misst er mit Hochtechnologie die Spurengase, die schadstoffrelevant für das Ökosystem von Natur und Mensch sind. Die Gruppe von Physikern, Chemikern und Ingenieuren messen unter anderem die Hydroxyl-Radikale (OH). Es handelt sich dabei um diejenigen chemischen Bestandteile, die für die Reinigung der Luft als eine Art „Waschmittel” zuständig sind. Es ist das zweite Mal, dass das Forschungszentrum Jülich, zugehörig zur Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, wozu das Forschungszentrum Karlsruhe, die Deutsche Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie das Deutsche Elektronen-Synchrotron „Desy” sowie andere gehören, den Zeppelin NT geordert hat. Das Luftschiff ist mit 850 Kilogramm Messgeräten vollbepackt, wodurch nur noch der Pilot- sowie Copilot und ein Wissenschaftler mitfliegen können. Die Daten werden direkt in einen Arbeitsraum der Zeppelin-Reederei, wo 16 Mitarbeiter des Forschungszentrum Jülich sitzen, übertragen und dort einer ersten Auswertung unterzogen.
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