Mieter-Alarm in Bodensee-Metropole Konstanz
27. April 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, KONSTANZ, Singen, SOZIALES, ÜBERLINGENTouristen- und Universitätsstadt an siebenter Stelle in Deutschland –
Herbert Weber kämpft seit 34 Jahren für gerechte Mieten
KONSTANZ / SINGEN / RADOLFZELL / ÜBERLINGEN. fsf/ Der 70-jährige Vorsitzende vom Mieterverein Bodensee Herbert Weber schlägt Alarm, nach neuen Mietspiegel steigen die Mieten in der Metropole Konstanz für kleine Wohnungen bis 50 qm um gut neun Prozent während die größeren Einheiten bei vier Prozent liegen. Gegenüber dem Einkommen liegt die Miete vielfach bei 41,83 Prozent. Da lebt man selbst in München günstiger. Für den engagierten Sozialdemokraten ein Missstand, wo Familien letztendlich auf der Straße stehen. Die Ursachen sieht Weber in zu niedrigen Löhnen in der Region sowie Druck durch die Touristen- sowie Universitätsstadt. Die gut 12.000 Studenten, zumeist Kinder reicher Eltern, treiben die Mieten in die Höhe. In Konstanz gibt es für die 78.000 Einwohner an die 39.000 Wohnungen, wobei die jährliche Umzugsrate zwischen acht bis zehn Prozent liegt. An die 50 Prozent der Mieter sind Single.
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