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Archiv für 29. Juni 2009

Nach 73 Jahren Öffnung Wiesenstraße Konstanz- Kreuzlingen

29. Juni 2009 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, GESCHICHTE, KONSTANZ, KREUZLINGEN, MOBILITY, PROMIS, TOURISMUS

Grenze zwischen Deutschland- Schweiz auf 2,7 Kilometern sukzessive abgebaut

Von versuchten Hitler-Attentäter Georg Elsner bis zur weltweit ersten Kunstgrenze

KONSTANZ / KREUZLINGEN. fsf/ Die EU-Außengrenze zwischen Deutsch- land-, Schweiz, den Städten Kons- tanz-Kreuzlingen, einst verpönt als Nazi-Grenze, wird durchlässiger. In den 90er Jahren wurde der Grenzzaun von Autobahn- bis Emmishofer- Zoll gestutzt, dann folgte der Rückbau bei den Gemü- sebauern in Tägerwilen und 2007 die Eröffnung der weltweit ersten Kunst- Tarot- Grenze des bekannten Künstlers Johannes Dörflinger auf 300 Metern auf Gelände „Klein Venedig”, jetzt folgt die Öffnung der Wiesenstraße als Fahrrad sowie Fußweg. Am Donnerstag 9 Uhr schließen der Konstanzer Ober- bürgermeister Horst Frank sowie der Kreuzlinger Stadtammann Andreas Netzle den Grenzzaun mit Tor auf, wobei das Schloss auf Schweizer Seite ist. Das Tor wurde im Jahr 1914 als Grenzübergang errichtet. Zwischen den Weltkriegen war es jeweils von 6 bis 19 Uhr geöffnet. Ab 1936 blieb es bis heute geschlossen und trennte die Wiesenstraße Konstanz von der Wiesenstraße Kreuzlingen. Mit der Öffnung vollziehen die Schweizer das Schengener- sowie Dubliner- Abkommen in Bezug zur Personenfreizügigkeit, also keine Passkontrollen mehr. Am stärksten frequentiert werden dürfte der Übergang von Fahrradfahrern. Der „Bodensee- Radfahrweg- Service” rechnet mit gut 200.000 touristischen Radfahrern zwischen Konstanz und Kreuzlingen im Jahr, wobei sich diese durch tägliche Radfahrer um mehr als verdoppeln dürften.

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