Getötete Kormorane: 5.000 – Effekt: Null
7. Juli 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, NATUR, POLITIK, UMWELTNABU kritisiert hohe Zahl getöteter Kormorane scharf – Baumann: Ausweitung der Kormoranverordnung stoppen!
STUTTGART.red./ Der NABU kritisiert scharf, dass in Baden-Württemberg in den vergangenen fünf Jahren weit über 5.000 Kormorane abgeschossen wurden. „Alleine in der Saison 2008/2009 lag die Zahl bei rund 1.500 toten Vögeln. Zum Vergleich: 2008 brüteten noch nicht einmal 450 Kormoranpaare im Ländle“, berichtet der NABU-Landes- vorsitzende Dr. Andre Baumann. Vor diesem Hintergrund fordert der NABU Umweltministerin Tanja Gönner dringend auf, die geplante Verschärfung der Kormoranverord- nung zu stoppen. Mit der neuen Kormoranverord- nung soll der schwarze Vogel nahezu flächen- deckend zum Abschuss freigegeben werden. Eine Ausnahmegeneh- migung wie bislang wäre nicht mehr nötig. Der Ab- schuss würde so deutlich erleichtert. „Frau Ministerin Gönner weiß, dass Fische saubere, natur- nahe und durchgängige Gewässer brauchen. Sie hat den NABU voll auf ihrer Seite, wenn sie dafür kämpft, dass unsere Gewässer diesen Zustand wieder erreichen. Den Sündenbock Kormoran ins Visier zu nehmen, hilft dagegen weder Fischen noch Fischern. Daher können wir eine Ausweitung der Abschüsse nicht akzeptieren“, sagt Baumann.
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