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Deutsche Christina Assomimitis (Tasch) ist „Mamas“ von Mykonos

5. Oktober 2009 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, ARCHÄOLOGIE, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, GESCHICHTE, KUNST UND KULTUR, MEDIEN, MOBILITY, POLITIK, PROMIS, TOURISMUS

Seit 28 Jahren ist Lehreranwärterin aus Bad Gandersheim auf VIP-Insel -

Erst die Hippies, dann der Jetset und Schwule und jetzt Tausende Kreuzfahrer


Mykonos 1 - 2009 643_1MYKONOS / BAD GANDERS- HEIM. fsf / Seit 17 Jahren ist die 45-jährige Christina Assomi- mitis, geborene Tasch aus Bad Gandersheim, „Mamas“ von Tausenden Gästen auf der Kyk- laden-Insel Mykonos . Mit Heirat in die griechische Familie hat sie ihre Schwiegermutter Mar- soula Kouka abgelöst. Jetzt ist die blonde Christina mit Bilderbuch am alten und neuen Hafen und vermietet für die Pension „Mamas“ in St. Ste- fano  Zimmer sowie in Mykonos Appartements. Der Vorteil von Christina aus Germany, sie spricht perfekt vier Sprachen. Am Hafen ist es die Schlacht um jeden Gast. Bei Foto und Film können die Mykioniken ungemütlich werden. Das Geschäft ist ihre Privatsphäre. An die zehn Prozent des gesamten griechischen Tourismus findet auf Mykonos statt. Die VIP- Insel boomt seit den 70er Jahren. Erst kamen die Hippies, dann der Jetset gefolgt von der internationalen Schwulen-Karawane und heute sind es Luxusliner aus aller Welt, die pro Schiff an die 3000 Passagiere ausspucken. Wie ein Heuschreckenschwarm fallen diese über die Chora Mykonos her  und kaufen die luxuriösen Geschäfte leer. An die 20 bis 25 Kreuzfahrerschiffe, schwimmende Paläste, gehen in der Saison pro Woche vor Mykonos auf Reede oder legen im neuen Hafen an. Davon hat Christina Assomimitis nichts. Ihre Gäste sind zumeist junge Leute ab 18 bis 30 Jahre, von denen gut 70 Prozent über Internet „Hostel world“ oder „Trip ad Visor“ und andere vorbuchen. 80 Prozent ihrer Gäste kommen mit den Fähren „Hellenic Seaways“ oder „Blue Star Ferries“ oder andere über Athen, Rafina oder Kreta, Santorini oder anderen Kykladen-Inseln. Die restlichen 20 Prozent kommen mit dem Flieger.

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Vor 28 Jahren war Mykonos für Christina Tasch das Deja- Vu- Erlebnis. Sie verliebte sich in die typisch weißen Kykladen-Häuser von Chora- Mykonos und in einen griechischen Landschaftsarchitekten, der auf Platy Yalos eine Taverne unterhielt. Das Aus für Deutschland nach einem Traum- Abitur mit Note 1,3 am Bad Gandersheimer Gymnasium und Lehrerstudium in Germanistik und Politik- wissenschaften. In Mykonos-City eröffnet sie ein Lebensmittelgeschäft, das durch Touristen zur Fan-Meile wird. Im Herbst / Winter heißt es für sie Griechisch büffeln, denn dann kommen die Einheimischen als Käufer, was heißt Nachschlagen im Dixornary. Sie schafft es und schreibt und spricht heute perfekt Griechisch, Englisch, Französisch und Italienisch.

Vor 17 Jahren heiratet Christan Tasch aus Bad Gandersheim  Kosta Assomimitis, der auf Mykonos zu Mykonos 1 - 2009 -P-121_1einer der führenden Familien gehört. Zum Clan gehören über 800 Personen. Mit Kosta, sie heißt jetzt Assomimtis, hat Christina die Töchter Marsoula, benannt nach der Schwiegermutter und Anna. Während die blonde Marsoula bereits in Athen in Lehre ist, ist Anna noch Zuhause und das Nest- häkchen. Christina ist eine „Workaholic“, von 6 Uhr in der Frühe bis Mitternacht. Für ihre Gäste, an die 30 Betten in St. Stefano, ist sie „Mamas“ von der Vermietung, Liebeskummer bis Weltschmerz und Taxi zum Schiff oder Flughafen. Die Verweildauer ihrer Gäste liegt bei zwei bis drei Tage. Viele sind Insel-hüpfer, die es weiter nach Ios, Naxos, Santorini oder andere Kykladen-Inseln zieht. An die 30 Prozent der Gäste sind Wiederholer. Christina hat sich einen treuen Fan-Club aufgebaut. Entspannung findet sich am Tag nur im Bügelzimmer, bei geöffnetem Fenster.. und hier sitzt gleich einem Beichtstuhl auf der anderen Seite ein Gast. „It is Chrstinas Talk-Time“. Anders ist sie in der Saison schwer zu erreichen

Als VIP- und Partyinsel ist die Kykladen-Insel Mykonos weltbekannt. Es ist ein Treff von Stars und Sternchen aus Politik, Adel und Film. An die 300 Millionäre haben hier ihr Domizil. Der Mayor (Bürgermeister) Athanasios Kossathanas- Megas ist stolz, dass sich diese hier frei, ohne Bedrohung, bewegen können. Die Insel mit Bewohner verspricht Toleranz. Es gibt unzählige schwule Discos sowie Bars, wo der Homosexuelle offen mit seiner Beziehung umgehen kann. Dazu gehören „Pierro’ s-Bar“, „Ikaros“, „Skandinavien-Bar“ und andere. Den Sonnenuntergang genießt man bei klassischer Musik im „Kastro“ bei der Kirche Paraportiani.

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Die Strände von Elias- Beach, Kalafatis bis Panormos sind traumhaft. Der letztere verspricht den längsten Sandstrand der Insel sowie Idylle. Hier keine Liegen mit Schirm für 12 Euro am Tag sondern Handtuch von „Mamas“. Auch gibt es hier keine lästigen Masseure, Kleider- Taschen- und CD- Verkäufer. Als Gast von Christina Assomimitis hat man den Strand Agios Stefanos vor der Haustür. Es braucht nur einige Stufen zum erfrischenden Bad in der Ägäis.

In direkter Nachbarschaft zur Pension „Mamas“ ist die Taverne „To Koutouki“ mit 140 Plätzen. Es sind Christinas Verwandte der Familie Assomimitis. In der typisch griechischen Gastronomie mit Schwerpunkt Mykonos 1 - 2009 -P-510_1Fleischgerichte steht der 30- jährige Janis Konstantaras in der Küche. Er ist ein Meisterkoch. Seine Spezialität sind Lamm- Kote- letts sowie Lamm und Schwein am Spieß vom Holzgrill. Er hat den Betrieb vom Vater Manoli über- nommen, der die Gastrono- mie 1995 als Rente nach dem Baugeschäft in Athen gegrün- det hat. Aufhören gibt’s für ihn nicht. Er hält sich fit. Jeden Morgen läuft er fünf Kilometer von St. Stefano bis Chora Mykonos und zurück. In der Saison sind gut 50 Prozent der Gäste Touristen. Im Herbst / Winter ist in der Gastronomie „To Koutouki“ Live-Music mit alten griechischen Rebetika- Liedern. Es sind wehmütige Stücke aus der Zeit des Widerstandes gegen die faschistische Junta sowie Liebeslieder. Es  begleitet der 30- jährige Wirt Janis auf der Bouzouki. Am Sirtaki mit zerbrochenen Tellern fehlt es nicht.

“Mamas Pension” 401 St. Stefano Beach, 84600 Mykonos, Greek ist über Internet zu buchen oder direkt unter: mamaspension kostas@myk.forthernet. gr.

Bilder: Fritjof Schultz-Friese



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