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„DO- Days“ zum einjährigen Geburtstag Dornier-Museum Friedrichshafen

8. August 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, EVENT, FLUGHAFEN, FLUGHAFEN FRIEDRICHSHAFEN, FRIEDRICHSHAFEN, GESCHICHTE, MEDIEN, PROMIS, TECHNIK, TOURISMUS

112.451 besuchten im Jahr 2009 das Vermächtnis des Luftpioniers Claude Dornier –

Auf 5000 Quadratmetern 400 Exponate vom ersten Verkehrsflugzeug Merkur 1 bis Teilebau für Forschungssatteliten Spacelab


FRIEDRICHSHAFEN. fsf / „Do- Days“ heißt es vom 13 bis 15. August in Friedrichshafen am Bodensee mit 30 legendären Oldtimer-Flug- zeugen Baujahr 1955 bis 1966, die als  DO 27 mit Schwimmern, Turboprop oder als Kurz- startflugzeug auf holperigem Acker Flugge- schichte geschrieben haben. Der bekannteste Werbeträger war hierbei der Tierfilmer Prof. Bernhard Grzimek mit einer DO 27 im Zebra-Look mit Film „Serengeti darf nicht sterben“. Am 23. Juni letzten Jahres wurde das Dornier-Museum, – ein Vermächtnis an den Luftfahrtpionier Claude Dornier-, mit Bau- kosten von über 30 Millionen Euro mit Ausstellung von über 400 Exponaten auf 5000 Quadratmetern vom ersten Verkehrsflugzeug Merkur 1 Baujahr 1925 der Deutschen Luft- hansa bis zum Teilebau für den Geosta- tionären Forschungssatteliten Spacelab, eröff- net. Im ersten Jahr haben 112.451 Interes- sierte das Dornier- Museum am Flughafen Friedrichshafen besucht. Weltbekannt wurde Claude Dornier in den 20er und 30er Jahren mit den Flugbooten „Wal“, „Superwal“, Do 18“ sowie dem Großraumflugzeug „Do X“ mit Weltrekord 1930 von Europa, Afrika, Süd- und Nordamerika. Das Wasserflugzeug „DO X“ war seiner Zeit mit einer Länge von 40 Metern mit einer Spannweite von 48 Metern mit 12 Propellermotoren mit knapp 8000 PS ein Gigant der Lüfte. An Bord hatten 169 Passagiere sowie 14 Mann Besatzung bei einer Reisegeschwindigkeit von 175 Stundenkilometern Platz. Seit April dieses Jahres ist der 48-jährige Diplomverwaltungswirt Bertold Porath, vordem Messe Friedrichshafen mit „Klassik-World“, Direktor des Dornier-Museums. Seine Philosophie ist gleich Claude Dornier „ein fliegendes Museum“. So werden zum Geburtstags-Wochenende nicht nur die legendären DO 27 erwartet, sondern auch die alte Tante JU 52, Boeing Stearman, Flying Bulls, Alpha Jets sowie P 38 Ligthning. Dazu jede Menge Swing und Jazz sowie ein Konzert des Reservisten- Musikzugs Bodensee.

Gleich zweimal wurde der geniale Flugzeugkonstrukteur Claude Dornier durch die Folgen des Krieges mit Bauverbot für Flugzeuge belegt. Nach verlorenen 1. Weltkrieg wurde das legendäre Flugboot „DO X“ 1926/27 am schweizerischen Bodensee in Altenrhein gebaut. Am 12. Juli 1929 startete hier der Dornier-Chefpilot Richard Wagner zum Erstflug. Im gleichen Jahr,  am 21. Oktober,  folgte ein Re- kordflug mit 169 Passagieren über den Bodensee, der 20 Jahre lang nicht überboten wurde. Von dem damaligen Großflugzeug wurde drei Maschinen gebaut. Bei alli- ierten Luftangriffen auf Berlin wurde im November 1943 ein Prototyp im Deutschen Luft- fahrtmuseum am Lehrter Bahn- hof von Bombern zerstört. Eine weitere DO X gilt m Mittelmeer vor Spanien als vermisst. über die dritte Maschine ist nichts bekannt. Die Pläne das einstige Großraumflugzeug vor Fried- richshafen als schwimmendes Museum zu verwirklichen sind gescheitert. Vom Embargo des 2.Weltkrieges belegt wurde auch der Bau der „DO 27“, einem kleinen einmotorigen Mehrzweckflugzeugs. Ein ideales Kurzstreckenflugzeug mit Einsatz als Beobachtungs-, Ambulanz-, Rettungs-, Schul-, Reise-, Vermessungs-, Land- und Forstwirtschaftsflugzeug. Erst zehn Jahre nach Ende des Krieges gaben die Alliierten München- Oberpfaffenhofen für den Flugzeughersteller Dornier frei. Gebaut wurden hier von 1955 bis 1966 in Serienproduktion 600 „DO 27“. Davon bestellte alleine die neue deutsche Bundeswehr 428 Maschinen. In den 70er und 80er Jahren wurden die Flugzeuge bei der deutschen Luftwaffe ausgemustert und privat verkauft. In Deutschland wurde im Jahr 2004 noch 60 „DO 27“ gemeldet.  Zum ersten Geburtstag des Dornier-Museums Friedrichshafen vom 13. bis 15. August haben sich 30 legendäre Maschinen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz angemeldet. Für das Museum des Luftpioniers Claude Dornier soll das Treffen zukünftig jährlich stattfinden, eine feste Tradition werden. Damit bietet sich für den „DO 27“-Club mit weltweiten Piloten das Dornier-Museum als Home- Basis, als Heimatflughafen an.

Infos über das Dornier-Museum unter www.dorniermuseum.de – Infos über den DO 27-Club unter www.do27.com

Bild: Aufmacherfoto Museumsdirektor Bertold Porath mit Flugzeug DO 27 – unten

Bilder: Fritjof Schultz-Friese






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