Drei Konstanzer Schnauz bei Internationaler Deutscher Bartmeisterschaft
22. März 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, HOBBY, KONSTANZ, KUNST UND KULTUR, PROMIS
Der Gastronom Udo Fritzsche ist mit „Kaiserlichen Backenbart Franz Joseph” der Champion
In der Schluchsee- Halle im Schwarzwald werden 150 Teilnehmer erwartet
KONSTANZ/SCHLUCHSEE. fsf/ Mit Schlachtruf „Bartwichs” findet am 28. März in der Schluchsee-Halle im Schwarzwald die Internationale Deutsche Bartmeisterschaft statt. In 17 Kategorien vom Kaiserlichen Backenbart, Dali. Musketier, Chinese, Garibaldi bis Vollbart Naturale wird bewertet. Champion ist dabei wie gehabt der 58-jährige Konstanzer Gastronom Udo Fritzsche, der es mit dem Kaiserlichen Backenbart „Franz Joseph” mit 55 Zentimetern nach innen gerollt im Jahre 2005 zum Vize-Olympiasieger, 2006 Internationaler Deutscher Meister sowie gleiches Jahr zum Vize-Europameister, dann 2007 zum Internationalen Deutscher- Vize- Meister sowie zum Vize-Weltmeister und 2008 zum Vize-Europameister gebracht hat. Auch dabei ist aus Konstanz der 63-jährige Lebenskünstler Peter Katschke mit einem „Vollbart Freistil” sowie der 58-jährige pensionierte Eckhard Mattenklott mit einem „Bart Naturale”. Alle drei sind sie Mitglieder im „Bart- und Schnauzerclub Hesel-Ostfriesland”. Die Zugehörigkeit der Konstanzer vom „Bodensee an die Waterkant ” ist hier mehr ein Zufall durch eine falsche Anmeldung. Doch man fühlt sich wohl im Norden. Vorsitzender im Club der Ostfriesen mit Gesichtsmatratze ist der 47-jährige Hanspeter Jan, der mit „Kaiserlichen Backenbart” der amtierende Europameister ist.
Seit seinem 18. Lebensjahr steht der gebürtige Sachse Udo Fritzsche, vormals Gastronomie „Lammklause Konstanz” jetzt „Seehasstüble Singen”, auf Bärte. Angefangen hat es mit einem so genannten Dreitagebart, dann folgten der dünne Oberlippenbart Menier, der Spitz- bart bis zum Kiefer und schließlich der „Kaiserliche Oberlippenbart”, der bis zum 27. Januar 2010 in seinem Personalausweis Gültigkeit hat. Aus letzterem wurde der kaiserliche Siegerbart „Franz Joseph”. Für das Styling braucht er täglich an die 15 Minuten mit Wichse und Spray, dann steht die pure Männlichkeit in gewünschter Form. Doch nicht nur der Bart entscheidet sondern auch das Outfit, hier hat er sich für die Dandy-Form mit einem Zylinder mit Wrack sowie Fliege entschieden. Der Vereinsvorsitzende Hanspeter Jan aus Ostfriesland, gleichfalls „Kaiserlicher Backenbart”, nimmt es dagegen martialischer. Er trägt die Generals-Uniform der kaiserlichen Leibgarde der österreichischen K&K- Monarchie mit Lametta und Borten.
Der Konstanzer Peter Katschke wird sich wie gehabt mit Freistilbart, mit edlem schwarzen Zylinder und Frack präsentieren, was ein Rollenspiel zu seinem Alltag ist. Eckehard Mattenklott kommt kauzig mit Bart-Naturale in Räuberkluft.
Zur Deutschen Bartmeisterschaft mit Veranstalter „Vollbart-Verein Groß-Schluchsee in Kooperation mit dem Bartclub Schömberg werden an die 150 Teilnehmer aus Belgien, Österreich, der Schweiz mit Schwerpunkt Deutschland erwartet. Wie der Pokal für den Internationalen Deutschen Meister aussehen wird ist nicht bekannt. Bei der Europameisterschaft im letzten Jahr in Stuttgart-Leinfelden gab es eine Trophäe von dem bekannten Industrie-Designer Luigi Colani, eine Frauenbüste mit Brüsten, die die Bartträger in „Tittenlillie” tauften.
Im Bild oben Eckhard Mattenklott (links) mit Bart Naturale sowie rechts der Champion Udo Fritzsche mit „Kaiserlichen Backenbart”. Im Einzelfoto Peter Katschke mit „Freistilbart”.
Info über den ostfriesischen Bartclub unter: www.bartclub-hesel.de
Vize-Weltmeister “Kaiserlicher Backenbart” Udo Fritzsche jetzt in Singen
KONSTANZ/SINGEN.fsf/ Ab April ist der 58-jährige Udo Fritzsche, Vize- Weltmeister sowie Europameister im „Kaiserlichen Backenbart Franz Joseph”, mit Bierbeize und Mini-Restaurant „Seehasstüble” in Singen im Industriegebiet. Elf Jahre war er in Konstanz Pächter der „Lammklause”. Hier hieß es nur wir gehen zu „Schnauz”. An die 50 Prozent der Gäste waren Schweizer, wovon die meisten Bärte vom „Freistil” bis „Naturale” hatten. Singen ist ein anderes Pflaster, hier muss sich „Udo Schnauz” alias „Fritzsche” den Namen erst verdienen.
Im Ausschank gibt es in der kleinen Gaststätte, – 18 Sitzplätze sowie acht an der Bar-, acht Biere im Ausschank von Pils, Hefeweizen bis Dunkel. Zu Mittag werden kleine deutsche Kiosk-Gerichte wie Thüringer Rostbratwurst gereicht.
Die Öffnungszeiten sind für Frühaussteher: von 6 bis 20 Uhr am Abend. Am Sonntag hat Udo Fritzsche Ruhetag, da modelliert er sich für die nächste Meisterschaft den grauen kaiserlichen Bart.
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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