Online-Zeitung / Boulevard - Aktuelles - Tourismus
FSF-Medienverlag / Bodensee-Nachrichten
Redaktionsbüro Baden-Württemberg
Anzeige
Pfahlbauten

Eine der größten Playmobil- Ausstellungen Deutschlands im ALM Konstanz

9. Januar 2009 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, ARCHÄOLOGIE, KONSTANZ, TOURISMUS

In vier Sektionen Hunderte Figuren von Archäologie bis zu den Ägyptern –

Der Erfinder Hans Beck kommt vom westlichen Bodensee aus Markdorf

KONSTANZ / MARKDORF / ZIRNDORF. fsf / Noch bis 22. Februar haben die „Kids” im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz das Sagen. Auf 65 Quadratmetern sind in vier Sek- tionen von Archäologie, Mittelalter, Wikinger bis zu den Ägyptern und Römern mit einer Kriegsflotte Hunderte Playmobil- Figuren ausgestellt. Gleich Zinnfiguren in Dioramen sind die Figuren im Alltagsgeschehen bis Schlachten- formation aufgebaut. Von August bis Mitte November letzten Jahres haben vier Mitarbeiter des Museums die Figuren in gut 1000 Stunden aufgestellt. Es ist eine der größten Playmobil-Ausstellungen in Deutschland. Fehlende Figuren sowie Häuser der 70er sowie 90er Jahre hat der Archäologe sowie Referent für Öffentlichkeitsarbeit Dr. Patrick Rau über Ebay ersteigert. Hier musste er erkennen, das Playmobil längst einen weltweiten Sammlerwert hat. Es wird bis Ultimo von Amerika bis China geboten. Der „Vater” beziehungsweise Erfinder der sympathischen Plastik-Steckfiguren ist der heute 80-jährige Hans Beck aus Markdorf am Bodensee, der als gelernter Tischler 1958 „Mustermacher” bei dem Spielwarenhersteller „Geobra Brandstätter” in Zirndorf bei Nürnberg wurde. 1971 erfand er die Playmobil- Figuren mit Steckteilen sowie beweglichen Funktionen, die bisher rund 2.1 Milliarden Mal verkauft wurden.

Mit Playmobil hat das Archäologische Landesmuseum (ALM) in Konstanz in der „toten Zeit” eine Marktlücke entdeckt. Mit den sympathischen Steckfiguren in Größe 7,5 bis 3,5 Zentimetern soll den „Kids” sowie Eltern spielerisch Archäologie sowie Geschichte vermittelt werden. Die erste Ausstellung mit Playmobil- Figuren wurde 2006/2007 ein Top-Erfolg. In acht Wochen be- suchten 14.000 die Spiellandschaft, was gut ein Drittel der Jahresbesucher darstellt. Hier überfielen Wikinger ein Dorf, in der Ausstellung 2008/2009 ist es ein Kloster. Die Mönche, dar nicht mehr im Sortiment, hat der Archäologe Dr. Patrick Rau im Internet ersteigert. Der Preis für eine bespielte Figur der 90er Jahr lag hier bei 14 Euro. Teurer wurde es für eine alte Bäckerei aus den 70er Jahren, sie kostete stolze 250 Euro. Die aktuelle Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum in Konstanz hat das Thema „Archäologie und Playmobil” mit Schwerpunkt „Caesar trifft Cleopatra”. Dabei geht es mit Playmobil-Figuren um den alex- andrinischen Krieg 48 v. Chr., wo Caesar und Cleopatra mit römischen Legionen von gerade 4000 Mann gegen den zehnjährigen Kind-Pharao mit einer Übermacht von 22.000 ägyptischen Soldaten kämpften. Mit einer besseren Strategie und Technik gewannen die Römer. Das Schlachtfeld ist im Museum mit Pyramiden, Sphinx, Schiffen und Soldaten nachgestellt. Selbst hier ist es mit Hunderten Figuren gigantisch.

Die Playmobil-Figuren “Ägypter” sind brandaktuell, seit November letzten Jahres sind sie auf dem Spiele-Markt, wobei sie von der Fachjury bereits mit dem „Golden Schaukelpferd” als Gesamtsieger sowie unter den „Top-10 Spielzeug 2008″ und „Toy Innovation 2008″ ausgezeichnet wurden.

In anderen Segmenten der Ausstellung im Archäologischem Landesmuseum halten Ritter ein Turnier ab, plündern Wikinger ein Kloster, wird ein Straftäter geköpft, gehängt und ein anderer gerädert (gibt es auch bei Playmobil!) und legen Archäologen in der Neuzeit einen Friedhof aus dem Mittelalter mit Skeletten frei (gibt es in Konstanz).

Für Kinder ist die Ausstellung Fas- zination Pur, doch mitspielen, die Hände an den Playmobil-Figuren, ist nicht, da passt das Aufsichtspersonal auf. Doch kluge Köpfe können das aktuelle Sortiment „Ägypter” gewinnen. In den vier Spielfeldern sind 20 Fehler, wie ein Fahrrad bei den Pyramiden (geht nicht, wurde erst im Jahre 1817 durch Karl Drais erfunden) versteckt. Bisher wurden 3.500 Zettel ausgefüllt. Die Ziehung der Gewinner ist nach Ende der Ausstellung.

Übrigens: Der Umsatz  von Playmobil lag im Jahre 2007 mit aktuellem Sortiment von 650 ver- schiedenen Figuren bei 429 Millionen Euro weltweit. Wer möchte da nicht mitspielen?!

Weite Infos unter: www.konstanz.alm-bw.de

www.playmobil.de


Bilder: Fritjof Schultz-Friese


Share

Weitere evtl. interessante Artikel:

  1. Sechste Playmobil-Ausstellung im Archäologischen Landesmuseum Konstanz
    Aktuell dabei die Bodensee- Pfahlbauten die im Sommer von der...
  2. Hans Beck „Vater der Playmobil-Figuren“ in Markdorf gestorben
    In 35 Jahren über 2,2 Milliarden Plastik-Männchen in 70 Ländern...
  3. Archäologie und Playmobil vom 21. November bis 6. März 2011 im Alm Konstanz
    Fünf Spielabteilungen von archäologischen Grabungsmethoden – arabische Stämme greifen...
  4. Eine neue Puppe von Fans für Deutschlands bekanntesten Bauchredner Fred van Halen zum Geburtstag
    Im Tropenanzug mit frechem Straußenvogel ist er seit 29 Jahren...
  5. Jetzt hat auch Konstanz eine Wasser- Fontaine
    Genfer-See ist Superlative gegenüber Kreuzlingen, Überlingen und Friedrichshafen - Bodensee-Städte...


Anzeige
Mueller Raumtex

Keine Kommentare möglich.