EX-MP Erwin Teufel hilft Kindern aus Sri Lanka
20. Juli 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, GESCHICHTE, KUNST UND KULTUR, NATUR, REKORDE, SOZIALES, WETTER, ÜBERLINGENHikkaduwa Verein aus Salem sammelt für die Ärmsten der Armen -
Versteigerung von Bildern des Malers Huber im Überlinger Kursaal

ÜBERLINGEN. fsf/ Für den karitativen „Hikkaduwa Verein e.V.” aus Salem, der Patenschaften für Kinder aus Sri Lanka übernimmt und vermittelt sowie Gelder in Hilfsprojekte wie Schulbau investiert, schwang der baden-württembergische Ex-Landesvater Erwin Teufel das Hämmerchen. Im Überlinger Kursaal versteigerte er Bilder des bekannten Malers Hubert Huber (1905-1991) mit Motiven aus dem Allgäu sowie dem US-Staat New York. Zu Lebzeiten hatte dieser testamentarisch bestimmt, dass sein Nachlass Notleidenden Kindern zugute kommen solle. 4.750 Euro kamen in Überlingen zusammen, die für einen Hausbau in Sri Lanka in der Region Hikkaduwa eingesetzt werden sollen. Seit August 2003 hat der Verein mit derzeit aktuell 65 Mitgliedern eine Millionen Euro an Spendengeldern gesammelt. Übernommen bzw. vermittelt wurden 198 Patenschaften für Kinder zur Förderung der Vorschule sowie „Ordinary Level” (Hauptschulabschluss) oder „Advanced Level” (Abitur). Der Tsunami vom 26. Dezember 2004 brachte den Schwerpunkt und hat die Ferienregion Hikkaduwa weltbekannt gemacht. Es gab über 3000 Tote. Die Sturmflut kostete 230.000 Menschen in Indonesien, Indien, Thailand, Malediven sowie Sri Lanka das Leben.
Der Vorsitzende des karitativen „Hikkaduwa Vereins e.V.” aus Salem Horst Gerland ist von Beruf Bauingenieur, wobei er in
den USA in der Fahrzeugelektronik sowie in der Schweiz für ein Unternehmen im Bereich bargeldlose Abrechnungs systeme tätig ist. Bei Ein- führung der Bodensee-Erlebniskarte für den In- ternationalen Bodensee-Tourismus (IBT) war Gerland Projektleiter.
1985 machte Gerland zum ersten Mal in Sri Lanka, in der Ferien- region Hikkaduwa, 100 Kilometern südlich von Colombo, Urlaub. Durch norddeut- sche Touristen, die ein Kind adoptierten, bekam er Kontakt mit einem Internat, das von Waisen besucht wird. Er entschied sich mit einer Schul-Patenschaft zu helfen. Die damals neunjährige Charmaine ist heute 27 Jahre, eine erfolgreiche Lehrerin und wird demnächst heiraten. Die zweite Patenschaft ist die heute 11-jährige Shani. Seit ihrem siebenten Lebensjahr wird sie von dem Salemer Ehepaar Horst und Uschi Gerland gefördert. Zehn Freunde und Bekannte übernahmen weitere Patenschaften. Sie sind am 2. August 2003 Gründungsmitglieder von „Hikkaduwa Verein e.V.”
Robert Jacques Sauer schreibt ein Gedicht über den todbringenden Tsunami vom 26. Dezember 2004:
Der Wasser Wut!
Nach der Meere Beben, wenn sich die Wasser heben, entfesseln sich Naturgewalten und reissen Gräben und formen
Spalten, zieh’ n sich zurück und holen Kraft um zu vernichten, was Natur und Mensch geschafft.
Anmutig schön rollt Verderben und Tot, gen Ufer und Land, gen Sterben
und Not und bricht herein voll bitterer Wucht lässt keine Zeit,
kein Gedanke zur Flucht und zischend, schäumend,
schiebend voller Wut stürzt todesgierig wallende Flut, erstickt Millionen Schreie,
die gellend erschallen…
(Text gekürzt – der weitere Inhalt beim Verfasser)
Spontan hat sich EX- Ministerpräsident Erwin Teufel bereit erklärt den karitativen Verein „Hikkaduwa” als Auktionator mit dem Hämmerchen zu unterstützen. Dabei ist für ihn die Richtung als christlich profilierter Politiker vorgegeben. Mitglied im Deutschen-Ethikrat sowie Kuratoriumsmitglied des Vereins ProChrist. Des weiteres aktiv in der Eugen -Bisier- Stiftung in München. Bis letztem Jahr tonangebend im Zentralkomitee der deutschen Katholiken.
In der Begrüßungsrede wies Erwin Teufel auf die Armut in der Dritten Welt hin, 1,3 Millionen Menschen verdienen am Tag laut Statistik der Weltbank gerade einen Dollar am Tag, „das ist zu wenig zu leben und zu sterben”. In der Entwicklungshilfe zitierte er ein indisches Sprichwort: „Gib einem Hungernden einen Fisch und er ist für einen Tag satt. Lehre ihn zu Fischen und er wird nie mehr hungern”. Bezüglich dem Verein „Hikkaduwa” erklärte der Ex-Landesvater: „Helfen sie aus christlicher Gesinnung.”
Infos: www.hikkaduwa-verein.de
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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