Figur und Landschaft von Bernhard Huber und Uli Bidinger
23. Juni 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, HOBBY, KUNST UND KULTUREINE AUSSTELLUNG VOM 3. bis 29. JULI IM NEUEN MUSEUM SCHLOSS SALEM
SALEM.red./ Bernhard Huber und Uli Bidinger sind vom 3. bis zum 29. Juli 2010 mit jeweils rund 20 Arbeiten im Neuen Museum Schloss Salem vertreten. Bernhard Huber zeigt Werke von 1995 bis heute, Uli Bidinger überwiegend neue Arbeiten Stilistisch sehr unterschiedlich, setzen sich beide Künstler immer wieder mit den Themen Mensch und Landschaft auseinander. Beide haben in ihrer Malerei zu einer unverwechselbaren Ausdrucks- und Formensprache gefunden.
Bernhard Huber zeigt großformatige, zumeist figürliche Arbeiten, Landschaft wird in eher kleinen Formaten vorgestellt. Stets sind Körperlichkeit und Volumen als Träger einer abgestimmten Farbigkeit betont, die in traditioneller Ölmalerei umgesetzt ist. Ein Repertoire aus Figuren und landschaftlichen Versatzstücken findet immer wieder zu anderen formalen Lösungen. Hubers Bildwelten sind weder Abbild noch Persiflage, sondern gehorchen ihrem eigenen Selbstverständnis. Sie sind poetische Schöpfungen, die sich einer eindeutigen Entschlüsselung entziehen. „Das Groteske bleibt zwar grotesk, aber die Form, die Art der Präsentation führt zu einer Überhöhung.“ (Ulrike Niederhofer) Befremdlich und hintergründig, sind Hubers Figuren- und Landschaftsbilder auch ironische Reminiszenzen an Malerei vergangener Epochen. 1945 in Görwihl geboren, studierte Bernhard Huber von 1964 bis 1968 in München und Konstanz Malerei und Grafik und schloss daran einen Studienlehrgang für Kunsterziehung in Esslingen an. Seit vielen Jahren ist der Maler als Kunsterzieher an der Schule Schloss Salem tätig. Von 1966 an beteiligt er sich an Ausstellungen im süddeutschen Raum. So waren z. B. 2009 zwanzig Arbeiten in der Städtischen Galerie „Fauler Pelz“ in Überlingen zu sehen.
Die in der Ausstellung gezeigte Malerei von Uli Bidinger ist in den letzten beiden Jahren entstanden und Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Medium Fotografie: „Es hat den Anschein, als ob die Gemälde aus zwei Schichten bestünden. Wie ein Palimpsest scheint das fotografische Motiv unter der abstrakten Farbkomposition hindurch zu schimmern. Assoziationen an handkolorierte Fotografien oder Farbfilter werden geweckt, deren semitransparenter Schleier sich über die Objekte legt. Uli Bidingers These bestätigt sich: Der Betrachter ist versucht, seine fotografischen Sehgewohnheiten in den Malereien zu verifizieren – scheitert aber, denn die optischen Illusion wird durch das malerische Impesto gebrochen. Es sind keine Pixel, sondern der raue Duktus der Künstlerhand, dessen Spuren auf den großformatigen Leinwänden sichtbar werden. Mit diesem Trompe-l’œil konterkariert Bidinger den Realitätsanspruch des Fotografischen. Er … verwischt die Grenzen zwischen sichtbarer Wirklichkeit und künstlerischer Fiktion.“ (Alexandra Orth) Uli Bidinger (* 1956) studierte in Mainz Kunst für das Lehramt und ist seit 1985 an der Schule Schloss Salem tätig. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen vorwiegend im Raum Bodensee.
Das Wichtigste in Kürze
Titel Figur und Landschaft. Bernhard Huber und Uli Bidinger
Laufzeit 03. bis 29.07.2010
Ort Neues Museum Schloss Salem (Kloster und Schloss Salem, 88682 Salem)
Vernissage Dienstag, 06.07.2010, 20:00 Uhr (siehe auch gesonderte Presseinformation)
Begrüßung: Prof. Dr. Dr. Eva-Marie Haberfellner (Leiterin der Schule Schloss Salem) (angefragt)
Lesung: Arnold Stadler
Musik: Lida und Martin Panteleev (Klavier und Violine)
Öffnungszeiten täglich 10:30–18:00 Uhr
Eintritt enthalten im Eintritt zu „Kloster und Schloss Salem“ (€ 7,00 / Ermäßigungen)
Keyvisuals links: Bernhard Huber, Artisten (2010). Rechts: Uli Bidinger, Tina (2010)
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