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Fußball- WM bei Konstanzer Gastronomen nur bei Spiel der Deutschen interessant

29. Juni 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, KONSTANZ, PROMIS, SPORT, TOURISMUS

Dehoga- Vorsitzender Hölzl bietet mit historischen Konzilgaststätten Fußballfreie Zone –

Gastronom Schweizer von Hafenhalle verkauft VIP-Tische mit Bierfass im größten Biergarten



KONSTANZ. fsf / „Toll was unsere Jungs leisten. Es ist phantastisch“ schwärmt der Dehoga- Ortsvorsitzende Manfred Hölzl von den historischen Konzilgaststätten Konstanz. Dabei bekommt er von der Fußball-WM relativ nichts mit. Kein Fernseher in der Küche, noch Radio. Kein Großbildschirm in der Gastronomie für die Gäste. Hölzl hat eine fußballfreie Zone für die gediegenen Touristen angeordnet. Eine Aus-nahme macht ein Zelt nebenan mit TV für 120 Plätze. Hier informieren sich Gäste und das Personal, denn ganz ohne geht nicht. Anders bei Markus Schweizer von der Hafenhalle. Hier zeigt der Lärmpegel von Tröten und „Tor“ den Weg. Im Biergarten mit 750 Plätzen sowie zusätzlicher Anmietung vom städtischen Grund mit 180 Plätzen und Restaurant-Terrasse mit 120 Plätzen sind13 Groß- TV installiert. Dazu kommt noch einmal ein Zelt mit 300 Plätzen mit Leinwand und Beamer. Es wird Fußball Live gelebt, kein Entkommen. Doch nur bei Spiel der Mannschaft von Joachim Löw sind alle Plätze besetzt. Am Samstag gegen Argentinien ist die Hafen- halle komplett ausverkauft. Auch die 20 VIP-Tische für jeweils zehn Personen mit einem 20 Liter Fass Helles Augustiner mit Brezeln. Danach, so Markus Schweizer, lichten sich die Reihen. Bei den Touristen macht sich bemerkbar, dass die Schweizer, Franzosen und Italiener nicht hat mehr im Spiel sind“. „Vor vier Jahren“, so der Gastronom weiter“ als Deutschland das Austragungsland war, waren im Bier-garten bei jedem Spiel die Plätze besetzt. Für uns ist es jetzt ein Event, wie eines der 35, die wir im Jahr von Bieranstich am 1. Mai sowie Bands mit Rock, Pop bis Jazz veranstalten“.

Im nächsten Jahr ist der heute 54-jährige Manfred Hölzl, Dehoga- Ortsvorsitzender mit 180 Mitgliedern, im Kreis zuständig für die Ausbildung der Gastronomen sowie im Landesverband in der Fachgruppe Gastronomie tätig, 30 Jahre auf den historischen Konzilgaststätten. Vom 8. bis 11 November 1417 tagte hier im ehemaligen Warenhaus Baujahr 1388 das einzige Konzil auf deutschem Boden mit Wahl des Italieners Martin V. zum Papst. Die Konzilgaststätten Konstanz gehören zu den renommiertesten Restaurants in Konstanz mit Ausrichtung einer bürgerlichen Küche mit Schwerpunkt Fisch und Regionales. Der Betrieb ist in der Gesundheitskost mit frischen Produkten nach Hildegard von Bingen auf der Basis von Dinkel mit positiven Produkten mit Kräutern von Bertram, Quendel bis Galgant ausgerichtet. Manfred Hölzl gehört zu den Grün- dungsmitgliedern „Gutes vom See“ mit 70 Erzeugern mit Produkten von der Insel Reichenau mit Gemüse bis Fisch aus dem Bodensee, dem angeschlossen sind 12 Gastronomen aus dem Kreis Konstanz, Linzgau sowie Hegau. Der Konzilgastronom ist ferner Mitglied im „Club der Köche Hegau- Höri- Konstanz“ dem 20 ausgesuchte Häuser angehören und Präsident im Bodensee-Koch- verein. Die Gastronomie Konzilgaststätten bewirtschaftet mit Außengastronomie 300 sowie im Restaurant 100 Plätze, dazu zwei Säle mit Veranstaltungen bis 1200 Personen auf zwei Ebenen. Die Veranstaltungen gehen von Konzerten, Bankett bis Fachtagungen wie kürzlich der Juristen. Angestellt sind 35 Feste sowie 70 Aushilfen. An freien Tagen kicken sie jeweils am Dienstag auf dem Fußballplatz Hörnle. Die Konzilgaststätten sind amtierender Pokalsieger gegen das Steigerberger Inselhotel, der Hafenhalle, der Mainau und der Mettnau. Am 14. September müssen sie den Pokal in zehn Spielen verteidigen. Für die Fußball-WM haben sie selber bei Dienst keine Zeit. Hier gilt das Wort von Chef Manfred Hölzl“: „Wir sind eine fußballfreie Zone. Hier soll der Gast in Ruhe, ohne frenetischen Jubel, essen können“.

Die Hafenhalle mit Gastronom Markus Schweizer ist absolute Fußball-Fanmeile. Hier sitzen vielfach an die 1000 Sportbegeisterte im Biergarten, Restaurant sowie Zelt, dazu kommen noch einmal ein paar Hundert Zaungäste, die die Fußball- WM-Spiele auf dem Bildschirm verfolgen. Eine Security sorgt hier für Ordnung, wobei Gäste immer wieder ihre Getränke selber mitbringen. Für Fußball hat der  43-jährige Marcus Schweizer keine Zeit. Das Spielergebnis entscheidet. Er selber ist Marathon-Läufer, so beteiligte er sich vor zwei Jahren am legendären „New York Marathon“ mit Tausenden Läufern. Für die 42 Kilometer brauchte er vier Stunden. Zeitlich länger brauchte er für den „Marathon du Medoc“ in Bordeaux, was an den 42 Chateaux mit erlesenen Wein- proben lag.

Bilder: Fritjof Schultz-Friese

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