Glücksbringer “Blaues Auge” ist türkisches Bier aus Deutschland
25. Juli 2008 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, GASTRO-FÜHRER BODENSEE
Seit 1991 ist Ali Kaarali aus Mittelanatolien in Deutschland zuhause. Sein ständiger Begleiter ist der Talisman, der Glücksbringer sowie Beschützer „Blaues Auge“, der für ihn Vorgabe für die eigene Biermarke ist, beliefert er doch als Lebensmittelgroßhändler „Engizek-Gastro“ in Baden-Württemberg von Schwenningen bis an den Bodensee 80 Restaurants sowie Bistros mit 160 Produkten, vom türkischen Wein Vila Doluca, Raki, Ayran sowie Lebensmitteln. Die letzte Station auf seiner Fahrt an den Bodensee ist KUYU-Kebap in Konstanz mit bestem Döner vom See. Der Inhaber Ali Sarikas hat in den letzten Monaten bundesweit Schlagzeilen als malender Döner-Wirt, als Künstler gemacht. Sein liebstes Pilsner ist das herb-schlanke “Mavigöz-Bira”.
Seit Februar gehört für Ali Kaarali bei Auslieferung die eigene Biermarke „Mavigöz-Bira“- Pilsner dazu, die er vordem bei der Konstanzer Ruppaner- Brauerei abfüllen ließ. Für die Löwenbrauerei aus Bräunlingen bei Donaueschingen entschied er sich, „weil es praktisch vor der Haustür liegt sowie das Bier würzig-herber sein soll“. Die kleine Brauerei mit Gründung vor 250 Jahren füllt im Jahr 5000 Hektoliter in vier Biersorten ab, dabei ist dass Weizen nach Aussage des renommierten Gastro- Magazins „Essen und Trinken“ „Der Brüller unter den Weizenbieren“. Der Brauerei-Inhaber Friedrich Kalb: „Den Qualitätshopfen beziehen wir aus Tettnang aus eigenem Anbau“.
Frauke Ahlers von „Interdependent Artists Filmproduktion GbR.”.: „Wir haben uns für ‚Mavigöz- Bira“ von Ali Kaarali aus Baden-Württemberg entschieden, weil der Kontakt zu ‚Efis-Bier’ Istanbul zu problematisch war. Dazu kommt, dass der Name ‚Blaues Auge“ typisch für die Türkei ist und als Glücksbringer einen hohen Symbolwert hat“.
Im Interview erklärt die Produktionssekretärin, dass es sich bei dem Film „Die Fremde“ um eine Emanzipationsgeschichte einer jungen Berlinerin türkischer Abstammung handelt, die vor ihrer Ehe aus Istanbul nach Berlin zu ihrer Familie flieht und hier für Freiheit und Selbstbestimmung eintritt. Der Film beschäftigt sich eingehend mit der Frage der Familienehre in der türkischen Kultur. Das Thema ist politisch sowie kulturell hochaktuell. Die Hauptrolle spielt Sibel Kekilli („Gegen die Wand“, Kebap Connection“), die mit dem „Deutschen Filmpreis“, und dem „Goldenen Bären“ auf der Berlinale 2006 für die beste Hauptrolle ausgezeichnet wurde. In den weiteren Rollen spielen die türkischen TV-Stars Settar Tanriögen und Derya Alabora.
Produzent des Migrationsfilmes „Die Fremde“ ist Züli Aladag, ein bekannter Filmregisseur, der mit dem Adolf- Grimme- Preis, Goldene Kamera und nominiert für den Deutschen Fernsehpreis, ausgezeichnet wurde.
Für den gesellschaftskritischen Film sind 40 Drehtage angesetzt. Es ist geplant „Die Fremde“ bei der „Berlinale 2009“ vorzustellen. Für Ali Kaarali ist es der Tag sein deutsch-türkischen Bier „Mavigöz Bira“ nach der Filmpremiere der illustreren Öffentlichkeit vorzustellen. Danach will er das Bier in der Türkei einführen und dem Multi „Efis“ Konkurrenz machen.
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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