Hexenküche Steakhouse Konstanz seit 46 Jahren Kult
17. Juli 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, KONSTANZ, KREUZLINGEN, PROMIS, TOURISMUSFeim Dinay mit 25 Jahre Gastronomie ist ein würdiger Nachfolger von Spitzenkoch Hannes Wüst –
Elf saftige Steaks und Filets vom Grill vom Angus-Rind sowie Charolais aus Burgund mit feurigen Soßen
KONSTANZ. fsf/ Die Konstanzer Hexenküche, das traditionelle Steakhouse in der Bodan- straße, ist Kult. Eine der ersten Gourmet-Adressen in der Bodensee-Metropole. Der einst dienstälteste Wirt aus Konstanz, Hannes Wüst, Spitzenkoch, Profimusiker, Stimmungskanone und vor allem Lebemann, hat aus einem Lagerschuppen an der historischen Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert im Jahr 1964 eine First- Class-Adresse gemacht. Seit März 2004 ist der 46-jährige Feim Dinay Nachfolger. In diesem Jahr feiert er 25 Jahre Gastronomie. Er ist würdig dem großen Hannes Wüst als Spitzenkoch zu folgen. Auf der Karte elf verschiedene Steaks und Filets vom Ribeye- Steak mit satten 300 Gramm bis zum Gourmet Charolaisfilet, Das Fleisch ist vom hochwertigen Angus-Rind aus Argentinien oder von saftigen Weiden aus dem französischen Burgund. Seine Arbeitsstätte mit Grill, von Hannes Wüst eingerichtet, befindetsich links am Eingang. Man muss ihm einfach begegnen. Feim Dinay zeichnet sich durch saubere weiße Kochkleidung und tradi- tioneller Mütze aus. Auf Wunsch des Gastes bereitet der Wirt das Fleisch von Rare, im Kern roh, über Medium innen zart rosa oder Well Done innen durchgebraten zu. Dazu leckere Soßen wie „Cafe de Paris“ mit Kräutern und flüssiger Sahne oder die des Teufels mit Sambal Oelek und frisch gemahlen Chilischoten. Im Restaurant ist seit Hannes Wüst kaum etwas verändert worden. Mittelpunkt ist wie gehabt der besagte Hexenkessel. Hier hat eine Gesellschaft mit 12 Personen in feinster Ledergarnitur Platz. In der Tischplatte ist ein Holzgrill eingelassen, der mit Holzkohle befeuert wird. Auf dem Grill kann der Gast nach eigener Fasson nach V0rbestellung das Spanferkel, Rostbeef am Spieß oder Grillteller Surprise, zubereiten. Über dem Tisch ist ein feurig bemalter steinerner Baldachin mit Dunstabzug. Einige Stufe höher glaubt man zu einer Sitzung einer Geheimloge eingeladen zu sein. Ein großer Tisch mit hochlehnigen Stühlen. An der Wand, Teil der Stadtmauer, hängt eine großformatige Sonnenuhr, die von weitem an Runen erinnert. Real eine Etage höher nimmt man auf der Empore für 30 Gäste Platz. Die Bar mit 18 Plätzen gehört zumeist den Stammgästen, die mit dem Wirt plauschen wollen.
Seit 1990 ist der heute 46-jährige Feim Dinay aus Prizren ( Kosovo) in Konstanz. Er arbeitete fünf Jahre in der Gastronomie Cafe / Restaurant „Casablanca“ an der Marktstätte, dann im italienischen Spitzenrestaurant „Pinocchio“, es folgte das Nobelhotel Halm, Hotel „Waldhaus Jakob“ und schließlich im März 2004 die Selbstständigkeit im
Kult-Restaurant „Hexenküche“. Am Bodensee in Konstanz ist er durch den serbischen Krieg hängengeblieben. In Pristina hat er in Friedenszeiten vier Semester Philosophie studiert. Um die Kasse aufzufüllen jobbte er für drei Monate be- fristet in Konstanz in der Gas- tronomie. Die Bodenseestadt hatte es ihm angetan, wobei er sie nur von einer Postkarte kannte. Nach erstem Aufenthalt kam er wieder, wobei ihn der Krieg und die Liebe überrollten. Der 22-jährige Sohn Azem arbeitet als Beikoch mit im Steakhouse “Hexenküche”.
Im letzten Jahr, so der Chef der Hexenküche Feim Dinay, klingelte gegen 1 Uhr nachts das Telefon, ein Anruf eines Spitzenmanagers aus Amerika, der einen Tisch für 13 Personen bestellte. Vier Wochen später kam er pünktlich wie reserviert. Viele Prominente sind Gast in der „Hexenküche“, einer der Stammgäste war Graf Lennart Bernadotte von der Mainau. Die Mehrzahl kommt aus der Schweiz. Dabei gibt es nicht nur saftige Steaks, sondern auch Fisch vom Feinsten und Gambas. Der Stolz des Wirtes sind 30 verschiedene Spitzen-Rotweine wie Barolo Rinaldi oder Cassina Marasssino Barbaresco. Die Grappa- Sammlung mit 40 verschiedenen Edelbränden wie Tignanello Grappa Di Poli Barolo bis Terradi Tuffiu von Barque bis mild sind wahre Gaumenkitzler und gehören einfach zum Abschluß eines guten Essens. Bedient wird in der „Hexenküche“ charmant und aufmerksam von Carina Hotz und Natascha Dragojevic. Beide, 20 Jahre jung, machen derzeit eine Ausbildung als Restaurant-Fachfrau.
Die Öffnungszeiten der Hexenküche Konstanz sind jeweils von 17 bis 24 Uhr.
Hexenküche Konstanz – Steakhouse Hexenküche – Bodanstraße 30 – D- 78462 Konstanz – Fon 0049-(0)7531- 24560 www.hexenkueche-steakhaus.de
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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