Internationaler Bodensee-Tourismus (IBT) tüftelt am Markenbild
14. Januar 2010 | Von Siegfried Großkopf | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, INSEL MAINAU, TOURISMUSEin sattes Plus bei 1,85 Millionen Touristen mit 6,47 Millionen Übernachtungen –
Gewinner 2009 die Blumeninsel Mainau und die Vorarlberger Pfänderbahn
KONSTANZ (sig) – Vor der am Samstag in Stuttgart beginnenden Messe CMT hat die Internationale Bodensee Tourismus GmbH das erfolgreiche Jahr 2009 bilanziert und die Erwartung geäußert, die Saison 2010 möge ebenso gut verlaufen. Während 2009 im Land insgesamt die Übernachtungszahlen zurückgingen, waren die Betten am See bestens belegt. Bei der IBT weht ein frischer Wind. Ge- schäftsführerin Daniela Pahl-Humbert ist es mit ihrem kleinen Team und einem Etat von lediglich 1,3 Millionen Euro gelungen, ihr Haus aus den negativen in die positiven Schlagzeilen zu führen und nicht nur das Erscheinungsbild zu verbessern, sondern auch für Zuwachsraten zu sorgen. So kamen mit Hilfe des schönen Wetters im vergangenen Jahr knapp 1,85 Millionen Gäste ans Bodenseeufer, an Übernach- tungen zählte das Statistische Landesamt 6,47 Millionen Menschen. Mit einem Plus von 2,3 Prozent bei den Ankünften und von 3,2 von Hundert bei den Übernachtungen gelang den Ferienmachern im Vergleich zum Vorjahr ein „ganz starkes Touris- musjahr“, wie die Geschäftsführerin frohlockte und dabei darauf verwies, dass mit dieser Entwicklung weit über dem Landesdurchschnitt in Baden-Württemberg liegt. Insgesamt im Land gingen die Gästeankünfte um 2,5 Prozent und die Zahl der Übernachtungen um 2,4 Prozent zurück. Daniele Pahl- Humbert nannte als besondere Leistungs- träger auf deutscher Seite die Insel Mainau und in Vorarlberg die Pfänderbahn in Lochau. Auch am Schweizer Bodenseeufer gab es eine erfreuliche Sommerbilanz, in Vorarlberg hat’s im Sommer „richtig gebrummt“.
Zielgruppe für den Bodensee sollen in dieser Saison noch stärker die Familien sein, die man animieren will, hier nicht nur ihren Zweiturlaub zu machen. Die Geschäftsführerin freut sich über diverse Auszeichnungen für besondere Familienfreundlichkeit durch das Land. Ein Siegel aus der Villa Reitzenstein erhielten dafür die Mainau, das Spieleland in Liebenau und die Gemeinden Immenstaad, Kressbronn und Langenargen. Mit zahllosen Aktionen hat die IBT den Bodensee zu verkaufen versucht. Highlights in den Medien waren die einwöchige Präsenz im ARD-Morgenmagazin und die fast zweistündige musikalische Rundreise um den Bodensee zur besten Sendezeit mit Hansi Hinterseer und sechs Millionen Zuschauern. Für ihren imagefilm „Bodensee-Mini-EM rund um den See“ hat die IBT den „Oscar der Tourismusbranche“ erhalten. Einen Aufschwung erfuhr die Bodensee-Erlebniskarte die 27 000 Mal verkauft wurde. Das sind 3000 mehr als im Vorjahr.
Um die Region Bodensee-Oberschwaben noch erfolgreicher zu vermarkten, werden im eben angelaufenen Jahr eine Reihe Projekte angepackt, ausgebaut und modifiziert. Im Zentrum steht dabei das Projekt „Positionierung Bodensee“, das zum Ziel hat, ein wissenschaftlich fundiertes „Markenbild Bodensee“ zu entwickeln und dabei die ganz speziellen Besonderheiten der Region herauszuarbeiten. Dieses klare Markenkonzept ist nach Pahl-Humbert trotz der Vielfalt nötig. Hier soll auch das Gut Wasser und der Bodensee als Trinkwasserspeicher in Position gberacht werden. Gleichzeitig wird ein Modell zur verstärkten gemeinsamen Vermarktung aufgebaut, zum Nutzen der gesamten internationalen Seeregion. Interessant: Deutsche Bodenseeurlauber sehen den Bodensee oft als reinen deutschen See. Ihnen will man künftig auch die Möglichkeiten auf der Schweizer Seite und am Vorarlberger Ufer aufzeigen.
Info: Fast 240 000 Besucher haben sich im vergangenen Jahr im Internet unter www.bodensee.eu auf fast 945 000 verschiedenen Seiten über einen Urlaub am Bodensee informiert.
Text: Siegfried Großkopf
Bild: Fritjof Schultz-Friese
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