Jede Menge Jungtiere auf dem Haustierhof Reutemühle
1. April 2008 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, NATURAus der „Arche Noah“ für aussterbende Tierrassen wird der „Bodensee- Zoo“ -
Bei Friedrich Schuler gibt es auf 18 Hektar mit 250 Rassen über 1200 Tiere
ÜBERLINGEN / BAMBERGEN. fsf/ Der Frühling macht’s, Jede Menge Jungtiere gibt es in Deutschlands größtem „Haustierhof Reutemühle“ bei Überlingen im Ortsteil Bambergen. Vor fünf Jahren hat der Landwirt Friedrich Schuler den 18-Hektar Freizeitpark, in dem über 1200 Tiere, 250 verschiedene Rassen, in „Bodensee-Zoo“ umgetauft. Dabei ist er der anfänglichen Leidenschaft, dem Sammeln von aussterben-den Tierrassen, -eine Art „Arche Noah“, oder letzte Zufluchtstätte-, untreu geworden. Neben deutschen Rindern und Schweinen hoppeln jetzt Känguruhs, spuken Lamas und schlägt der Schwarzflügel-Pfau sein Rad. Als Attraktion gibt es von Mai bis Oktober im Stadel die Parade der Volksmusik. Die Besucherzahlen liegen bei 100.000 .
Eine Handvoll afrikanische Zwergziegen, gerade zehn Tage alt, hat der Inhaber des Haustiershofs Reutemühle, der 59-jährige Friedrich Schuler in den Armen. Die vier Zicklein sind eine Sensation, denn nach der Geburt überleben ansonsten gerade zwei Tiere. Jeden Tag gibt es jetzt auf Deutschlands größten Haustierhof Junge. Pünktlich zu Ostern gab es Lämmer verschiedener Schafrassen, wie der Mohr-
schnucken (Lüneburger Heide), Zackelschafe (Ungarn), Jacobsschafe (England), Coburger Fuchsschafe, Anglersattelschafe (Sachsen)und andere. Doch auch die Bentheimer Schweine (Grafschaft Bentheim) sowie die Wollschweine und andere haben geworfen. Es folgen demnächst die Zwergrinder (Costa Rica), die mit gerade 80 bis 100 Zentimeter die kleinste Rinderrasse der Welt sind und der Baumstachler, das kanadische Schwein, das auf Bäumen lebt. Doch auch in der heimischen Vogelwelt und die der Exoten tut sich was. Überall wird jubiliert und gezwitschert.
1994 machte der Landwirt Friedrich Schuler sein Hobby, Sammeln von aussterbenden Tierrassen, von bedrohten Schafen, Schweinen und Ziervögeln, zur neuen beruflichen Existenz und gründete mit anfangs 600 Tieren Deutschlands ersten Haustierhof. Die kommerzielle landwirtschaftliche Haltung von Milchkühen und Schweinen gab nichts mehr her. Der Vater hatte bereits 1958 die einstige Mühle wegen Unrentabilität still gelegt. Die Tiere von Friedrich Schuler waren anfangs Rassen, die in der Landwirtschaft, weil vom Fleisch zu fett oder zu wenig Milch, ausrangiert waren. Sie weideten geradezu museal auf den Weiden der Reutemühle. In den letzten Jahren dazu gekommen sind Exoten wie die vietnamesischen Zwerghängebauchschweine, Wattusirinder, Stachelschweine, Tigerponys und andere.
Neu ist in diesem Jahr das Wohnzimmer für Katzen, in dem vier Bengal-, Appenziner- und Karthauser- Katzen leben. Hier gibt es Omas Bett mit Wärmflasche, den Schaukelstuhl, Herd und anderes Interieur. An den Wänden hängen Katzenbilder… was sonst??
Dass Lieblingstier ist auf den Reutehöfen das possierliche Erdmännchen, das im Gehege einer Villa in Miniatur lebt.
Bild: (C) Fritjof Schultz – Friese
Weitere evtl. interessante Artikel:
- Jede Zeit hat ihren Teufel
See-Burgtheater Kreuzlingen inszeniert „Die schwarze Spinne“ als dunkles Musical KREUZLINGEN... - Fasnetmarkt Ideenreich Konstanz hat das Outfit für Halloween
Torsten Friedrich hat das größte Kostümgeschäft Süddeutschlands für alle Jahreszeiten... - Von „Ho-Ho“ bis „Narri-Narro“ hat Thorsten Friedrich vom „Fasnetmarkt Ideenreich“ alle Kostüme
Seit fünf Jahren firmiert 35-jähriger in der Konstanzer Niederburg mit... - Jungs Zustimmung ist Sieg der Atomlobby
SPD-Bundestagsabgeordenter Peter Friedrich: "Das jetzt beschlossene Atomgesetz schadet den Kreis... - Zerschneiden militante Tierschützer die Gehege vom Wild- und Freizeitpark Allensbach??
Damwild und Sikahirsche noch immer vermisst – es drohen neue...
Anzeige



