Konstanz wird spielerisch verhökert
4. Juni 2008 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, HOBBYStädte- „Monopoly“ mit Fährehafen, Mainau und Steigenberger Inselhotel-
Der Klassiker wurde bisher weltweit über 200 Millionen Mal verkauft

KONSTANZ. fsf / Aus dem Monopoly- Klassiker wird auf der Konstanzer Städte-Edition mit Straßennahmen, Plätzen sowie markanten Häusern wie dem Hauptbahn-hof der „Konstanzer Hafen“, aus der Theaterstraße der „Obermarkt“ und aus der teuersten Straße, der Schlossallee, „auf der Insel“ mit dem Steigenberger Inselhotel.
Im Würfelspiel kostet der Treffer des Nobelhotels 400 Euro und mit Bebauung das Vielfache. Etwas günstiger sind die Seestraße und dann die Insel Mainau. Im Steigenberg Inselhotel. – im Blauen Salon-, hat der PR- Manager Michael Tschiggerl von Spiele- Hersteller „Winning Moves Deutschland GmbH“ und die Konstanzer Tourist- Info mit Norbert Henneberger die Monopoly Städte-Edition „Konstanz“ öffentlich vorgestellt. Die erste Spiel-Auflage mit Lokalcolorit liegt bei 2.000 Stück und ist über die Tourist- Info, Konstanzer Spielzeuggeschäften sowie über „Amazon“ erhältlich.
Bei ordentlicher Bebauung mit grünen oder roten Häuschen, wobei letztere für Hotels stehen, kann es im Monopoly- Würfelspiel „auf der Insel“ (Steigenberger Inselhotel – Geburtsort von Ferdinand Graf Zeppelin) ordentlich teuer werden. Der Monopoly-Verlag aus Düsseldorf hat mit der Konstanzer Tourist- Info 22 bekannte Straßen, Plätze und markante Häuser zum Würfelspiel herausgesucht, die die bekannten klassischen Namen ersetzen. 1999 hat der Verlag das weltweit bekannte Spiel mit höchster Auflage in Lizenz von Hasbro- International erworben, die es wieder vom amerikanischen Unternehmen Parker-Brother kauften. Die Entstehung des Würfelspiels geht auf die Quäkerin Elizabeth Magie aus dem Bundesstaat Pennsylvania im Jahre 1904 zurück, die mit „The Landlords Games“ ein sozialkritisches Spiel erfinden wollte um damit gegen Großgrundbesitzer und Bodenspekulanten, Monopolisten und Ausbeutung zu protestieren. Der Erfolg war mäßig. Auch scheitete das Spiel gewinnträchtig zu vermarkten.Und das Spiel gewinnträchtig zu vermarkten scheiterte. Für den arbeitslosen Heizungsbauer Charles Darrow wurde es 1933 „vom Tellerwäscher zum Millionär“. Er verstand es das Spiel inhaltlich mit bekannten Straßennamen von Atlantic City durchzustylen und schließlich an den Riesen Parker- Brothers zu verkaufen. Diese vermarkteten es weltweit, wobei die Länder ihren entsprechenden Straßennamen wählten. Im Nazi-Deutschland verbot Propaganda-Minister Goebbels das „Berlin- Monopoly“ als „jüdisches Schacher- und Wucherspiel“. Erst 1953 feierte das Spiel in Deutschland sein Comeback, wobei Monopoly heute weltweit von gut 550 Millionen Enthusiasten gespielt wird. Der Spielrekord liegt bei 1.680 Stunden – gleich 70 Tagen. Im Umlauf sind 1 Billion Spielgeld sowie 3 Milliarden Häuser.
Der Konstanzer Touristen-Chef Norbert Henneberger sieht die Monopoly Städte-Edition „Konstanz“ als eine Top- Werbung für die Stadt mit höchstem Touristenzuwachs am Bodensee. Wieder zuhause können die Gäste ihren Urlaub durch die Straßen der Stadt nachspielen, oder wenn sie Pech haben ans Finanzamt zahlen oder ins Gefängnis gehen, wobei Letztere zum Klassiker wie Sonderausgabe gehören.
Im Bild vor dem Konstanzer Steigenberger Inselhotel , von links nach rechts, der PR-Manager Michael Tschiggerl vom Spiele- Hersteller Winning Moves Deutschland GmbH und der Touristik Chef Norbert Henneberger. In der Hand die Monopoly Städte-Sonderedition „Konstanz“. Im Würfelspiel zahlt man für Absetzer „auf der Insel“ (Steigenberger..) 400.- Euro, wobei die billigste Immobilie „Untere Laube“ mit 60.- Euro ist. Bei Bebauung wird es für den Spieler teurer.
Bild: Schultz-Friese
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