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Lenk- Papst reist mit Engeln und Presseferkel im Papa- Mobil in die Steiermark

11. Juli 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, GESCHICHTE, KONSTANZ, POLITIK, PROMIS, RECHT, THEATER, TOURISMUS

Weltweites Presse- Echo nach Rausschmiss von Gaukler-Papst Martin V. aus Konstanzer Tourist- Info-

Ausstellungseröffnung von Arbeiten Peter Lenk im gläsernen Kunsthaus Weiz am 12. August


KONSTANZ / WEIZ. fsf / Ein Kran wird den verfemten 700 Kilo schweren Lenk- Papst aus den Ausstellungsräumen der Tourist- Information Konstanz (TIK) im sanierten Konstanzer Bahnhof heben. In einem gläsernen Papa- Mobil wird seine nackte steinerne Heiligkeit mit Schüh- chen eines Gauklers an den Füßen sowie einer Papstkrone auf dem Kopf mit Engeln sowie einem Presseferkel an Bord vom Bodensee in die öster- reichische Steiermark reisen. Skandiert werden soll das Fahrzeug von Schweizer Gardisten in Uniform wobei diese Puppen sind. Ideenmacher des Happenings besonderer Art ist der freie Mitarbeiter Johan Maden des Kunsthauses Weiz. Hier ist am 12. August Ausstellungseröffnung des Gaukler-Papstes mit weiteren Arbeiten des Bodmaner Künstlers Peter Lenk. Das bekannte österreichische Kunsthaus nähe Graz ist auf den weltbekannten Provokationskünstler durch die internationale Presse aufmerksam geworden. Die Tourist- Information Konstanz hatte im April ein Duplikat der vermeintlichen Papst-Skulptur der Konstanzer Hafen- Imperia, die sich seit 1993 mit Kaiser Sigismund in Höhe neun Meter dreht, bei dem Künstler Peter Lenk als Leihgabe angefordert. Mit der Skulptur wollte der Touristen-Chef Norbert Hennenberger für die anstehenden Konzilfeierlichkeiten von 2014 bis 2018 werben. Hierbei geht es um die einzige Papstwahl auf deutschem Boden in Konstanz am Bodensee von 1414 bis 1418 wo der italienische Papst Martin V. gegen zwei Konkurrenten gewählt wurde. Mit der Lenk-Figur wollte der Touristen-Chef groß in die Werbung einsteigen. Zum Eklat kam es Ende April als die größte deutsche Boulevard-Zeitung die Lenk-Skulptur zum amtierenden Papst Benedikt XVI. erklärte und Politiker der Landesregierung mit Falschaussage zitierten. Damit war der Rausschmiss seiner Steinguss- Heiligkeit ausgemachte Sache, wobei religiöse Fanatiker in Folge Front machten.

Mit einer Stimme Mehrheit entschied der Aufsichtsrat der Tourist-Information Konstanz (TIK) für die Entfernung des Gaukler-Papstes aus den Ausstellungsräumen im Konstanzer Bahnhof. Ein weltweites Negativ-Image für die Bodensee-Metropole, die von 2014 bis 2018 das 600-jährige Konziljubiläum feiern will, zu dem Papst  Benedikt eingeladen ist. Zeitungen von der Ukraine, Russland bis Japan berichteten über die Posse Seiner Steinernen Heiligkeit, der nach Lenk ein Gaukler ist.

Im Bild links Oberbürgermeister Horts Frank (Aufsichtsratsvorsitzender der TIK), der für den Abbau stimmte sowie im Bild rechts der Geschäftsführer der Tourist-Information Konstanz  Norbert Hennebeger, der massiv zum Rücktritt aufgefordert wird.

Bild: Fritjof Schultz-Friese



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