Mainau-Saison 2010 mit „Feurige Farben – Azure Aromen
18. März 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, INSEL MAINAU, KONSTANZ, PROMIS, SPIELELAND RV, TOURISMUSGeschäftsführerin Bettina Bernadotte rechnet mit 1,2 Millionen Touristen –
Im Palmenhaus eine verlassene Gärtnerei mit über 3000 exotischen Orchideen
MAINAU / BODENSEE. fsf / „Feu- rige Farben – Azure Aromen“ ist das Thema der Bodensee-Blu- meninsel Mainau 2010. Gräfin Bettina Bernadotte, Geschäfts- führerin der 45 Hektar-Blumen- insel und ihr Bruder Graf Björn Bernadotte, Geschäftsführer der “Graf Lennart Bernadotte- Stiftung“, eröffneten die Saison traditionell im Palmenhaus. Das Thema hier mit fiktiven Namen „Eine Reise nach Dendrobium“ mit Ziel einer verlassenen Orchi- deen-Gärtnerei im Dschungel. In desolaten Gewächshäusern ohne Fenster und herausgerissenen Türen blühen an die 3000 exotische Orchideen wie Dendrobium, Phalaenopsis, Cattleya, Cymbidium, Vanda und andere. Gräfin Bettina Bernadotte rtklärte in ihrer Ansprache, dass der strenge und lang anhaltende Winter den Pflanzen nicht geschadet habe, doch seien noch nicht alle Baustellen beendet. Im letzten Jahr besuchten 1,25 Millionen Gäste mit einem Plus von 150.000 Touristen die subtropische Insel, die die größte Attraktion am Bodensee ist. Für dieses Jahr rechnet die Mainau-Geschäftsführerin mit 1,2 Millionen Besuchern, wo-bei das „Spieleland Ravensburg“ weiterhin der Kooperationspartner ist. Gegenüber dem letzten Jahr wurde der Eintrittspreis um ein Euro erhöht.
Üppiger Blütenflor heißt es über das ganze Jahr im Park mit altem 150-jährigem Baumbestand sowie barocken Schloss des Deutschritter-Ordens sowie der St. Marien-Kirche, dazu der mediterrane Charakter mit Blick über den Bodensee. Graf Lennart Bernadotte (gestorben 2004), Urenkel von Großherzog Friedrich
I., gestaltete den verwilderten Park zu einem Blu- men- und Pflanzenparadies. 1932 öffnete er ihn erstmalig für den Tou- rismus, was für den Erhalt zu einem der schönsten Gärten der Welt entscheidend war. Mit „Gärtnern um des Menschen Willen“ wollte er den Besuchern eine Oase an Natur- schönheit, Harmonie und Ent- spannung geben. Im Jahre 1935 besuchten bereits 50.000 Touristen die Mainau, wobei es noch an der mobilen Infrastruktur fehlte. Den Blumen folgte eines der größten Schmetterlingshäuser Deutschlands sowie für die kleinen Besucher die Spielplätze wie „Blumis Uferwelt“, „Wasserwelt und „Zwergendorf“ im Kinderland. Die höchsten Besucher-zahlen mit gut 2,5 Millionen Touristen hatte die Blumeninsel Mainau nach Öffnung der Ostgrenzen. Jetzt liegen sie praktisch konstant bei 1,2 Millionen Besucher, wobei diese Plus-Minus vom Wetter abhängig sind.
In den Wintermonaten wurde die Schwedenschenke auf der Mainau als traditioneller Schwedischer Landgasthaus mit viel weißem Holz in Nischenformation umgebaut. Im Jagdzimmer hängen Geweihe von Renntieren. Hierzu Gräfin Bettina Bernadotte: „Unsere Wurzeln liegen in Schweden, und wir freuen uns, den Menschen in der Bodenseeregion die schwedische Tradition näher zu bringen“. Auf der Speisekarte jetzt schwedische Gerichte wie „Pytt i Panna“, „Köttbullar“, „Wallenberger“, gebeizter Lachs, schwedischer Kirschdessert und der berühmte Schwedenteller. Mit der neuen Saison 2010 sowie Umbau der Schwedenschenke hat die Gesamtgastronomie mit Wolf Eschger einen neuen Chef bekommen.
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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