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Pfahlbauten

Minus 15 Prozent für Bodensee-Tourismus und Gastronomie

22. Juni 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, INSEL MAINAU, KONSTANZ, TOURISMUS

Konstanzer Dehoga- Vorsitzender Hölzl: „Für gut zehn Prozent ist die bisherige Saison 2010 bedrohlich!“ –

Hafenhalle hat bei Fußball-WM auf Großbildschirme und kulinarische Gerichte aus Afrika gesetzt


KONSTANZ / MAINAU. fsf / Die Konstanzer Bodensee-Schiff- fahrtsbetriebe (BSB) melden durch das schlechte Wetter ein Minus von 15 Prozent gegen- über dem Vorjahr. Nicht viel anders geht es der Blumeninsel Mainau, besucht im Schnitt von über 1,2 Millionen Touristen im Jahr. Auch hier ein sattes Minus von 15 Prozent. Für die Gastro- nomie mit Schwerpunkt Außen- wirtschaft geht es um die Exis- tenz. Der Konstanzer Dehoga- Ortsvorsitzende Manfred Hölzl von den Konzilgaststätten bringt es auf den Nenner: „Für gut zehn Prozent der 350 konzessionierten Betriebe in Konstanz, von denen gut 40 Prozent Außengastronomie haben, ist die wirtschaftliche Lage durch das schlechte Wetter bedrohlich. Zu den absoluten Verlierern gehören hier die Strandbäder. In der Gastronomie fehlen 15 bis 20 Prozent Gäste“. Die gleiche Aussage macht Marcus Schweizer von der Hafenhalle Konstanz mit größtem Biergarten: „Die schlechteste Saison seit Jahren. Die Erlebnistage Ostern, 1.Mai, Vatertag sowie Brückentage waren verregnet. Pfingsten durchschnittlich. Der Mai und Juni nicht nur verregnet sondern auch zu kalt. Wir haben auf die Fußball-WM gesetzt mit 13 großen Bildschirmen sowie einer Großleinwand im Biergarten für 750 Gäste, wobei wir von städtischem Grund für die Außengastronomie weitere 180 Plätze zugemietet haben. Auf der Terrasse haben noch einmal 120 Gäste Platz. Die TV-Geräte mussten wir aufgrund des schlechten Wetters immer wieder abbauen. In der Saison haben wir 15 bis 25 festangestellte Köche sowie im Service, dazu kommen noch einmal 60 bis 100 Aushilfen entsprechend der Saison. Aufgrund des schlechten Wetters haben wir den Personalstand um fünf Prozent gekürzt, dabei liegt der finanzielle Ausfall bei gut 15 Prozent.

Auf die Fußball- Weltmeisterschaft hat sich die Hafenhalle Konstanz, gegründet im Jahre 1995 als HTS- Gaststättenbetriebs GmbH mit Geschäftsführer Günter Thoma sowie Marcus Schweizer, mit mehr Personalaufwand sowie Küche entsprechend der Spieler-Nation vorbereitet. Auf der Res- taurant-Karte primär afrikanische Fleischgerichte aus Afrika vom Zebra, Kudu (Antilope), Känguru und andere. Dazu erlesene Weine wie Boschendal und Buitenverwachting. Im traditionellen Biergarten dagegn gibt es Natur-Radi bis Spanferkel sowie sechs Biersorten vom Fass. Im Schnitt geht die Hafenhalle in der Sommer-Saison von gut 1.000 Gästen am Tag mit einem durchschnittlichen Umsatz von zehn Euro aus. Durch das regnerisch kalte Wetter war die Außengastronomie von Biergarten bis Terrasse vielfach leer. Der Gastronom Marcus Schweizer: „Da stehe ich hier wie im Winter mit einem Schal und warte auf den Sommer. Mit Ende der Schafskälte hoffe ich auf das Geschäft, wobei sich der Ausfall von gut 15 Prozent nicht aufholen lässt“.

Die Hafenhalle Konstanz, durch eine Straße beziehungsweise Fußweg, vom Jachthafen mit Bodensee getrennt, ist bekannt wie die regionale und internationale Küche. Der Bestseller, wie sollte es anders sein, ist der „Hafenhallen-Teller“ mit Schweinefilets mit Spätzle und Champignon-Rahmsauce sowie einem kleinen Salat. An die 30 immer frisch zubereitete Gerichte sind auf der Karte. Der Restaurant und Hotelführer für Feinschmecker und Genießer „Gault Millau Deutschland“ hat die Hafenhalle Konstanz mit 12 hochkarätigen Punkten für die Küche bewertet. Die Zeitschrift “Elle” mit Seiten Bistro schreibt eine „feine Küche“ im ehemaligen Industriegebäude der Deutschen Bundesbahn.

Bild: Fritjof Schultz-Friese


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