Protest der Konstanzer Einzelhändler lässt größten Weihnachtsmarkt am Bodensee wachsen
19. Dezember 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEINGeschäfte auf der Marktstätte fühlen sich durch Buden und Essensgerüche gestört –
Mit neuer Konzeption rechnet der Veranstalter Heinrich Stracke mit 700.000 Besuchern

KONSTANZ. fsf / Nach Protest von 12 Einzelhändlern auf der Konstanzer Markstätte zieht der größte Weihnachtsmarkt am Bodensee Richtung See, wobei die Stände hier bereits in Mehrzahl stehen. Mit dem Umzug Richtung Schiffslandeplatz beziehungsweise Stadtgarten soll der Weihnachtsmarkt von derzeit 4.000 Quadratmetern mit 153 Buden mit Verkäufern aus 15 Ländern erheblich vergrößert werden. Der Veranstalter Heinrich Stracke geht von zusätzlichen 3.000 Quadratmetern mit 40 weiteren Weihnachtsständen aus. Damit will er der Nachfrage von weiteren Marktbeschickern entgegen- kommen. Für den diesjährigen Weihnachtsmarkt hatten sich 350 Verkäufer beworben. Mit der Neukon- zeption wird nach Attraktionen wie möglicher Schlittschuh- oder Rodelbahn sowie Wettbewerb von Eisskulpturen gesucht. Mit mehr Ständen und Aktivitäten soll die Besucherzahl von derzeit 400.000 an den vier Adventswochen auf 700.000 gesteigert werden. Über 50 Prozent der Besucher kommen aus der Schweiz. Der Weihnachtsmarkt Konstanz feiert in derzeitiger Konzeption sein 20-jähriges Bestehen.
Der Protest der Einzelhändler auf der Konstanzer Marktstätte, ihnen würden die Schaufenster verbaut und die Essensge- rüche ziehen in die Geschäfte, hat für den Veranstalter Heinrich Stracke sein Gutes. Mit aufge- zwungener Neukonzeption kann er den größten Weihnachts- markt am Bodensee noch ein- mal auf gut 7.000 Quadratmeter Richtung See am Konzil sowie Stadtpark vergrößern. Für das Jahr 2010 rechnet er mit gut 200 Weihnachtsbuden, wobei der Markt durch Attraktionen gewin- nen soll. Einer Schlittschuhbahn wie vor drei Jahren in Stadtmitte auf dem Augustiner-Platz steht er skeptisch gegenüber. Bei einem lauen Winter, wie gehabt, konnte das Wasser nicht gefrieren. Die Eis-Show wurde ein finanzielles Fiasko. Mit dem Konstanzer Stadtmarketing sowie Treffpunkt wird jetzt die Konzeption für den größten Weihnachtsmarktes am Bodensee überarbeitet, ist doch das gut vierwöchige Event längst ein touristischer Höhepunkt in der kalten Jahreszeit. Zur Durchsprache haben der Veranstalter sowie die Berater den 6. Januar ver- einbart. Zur Disposition steht unter anderem eine Spielwarenmesse im Konzil. Das Vorbild ist hier der Christkindle- Markt in Nürnberg.
Nicht alle Weihnachtsbuden sollen von der Konstanzer Marktstätte abziehen. Eine Verbindung zum See mit Unterführung soll gewahrt bleiben. Zusätzlich zum Markt von Ende November bis 23. Dezember soll es am Münster an einem Adventswochenende einen Christmarkt für Kindergärten, Schule und Vereine aus der Region geben.
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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