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Picasso- Prozess Konstanz wird zivilrechtlich neu aufgerollt

26. März 2009 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, GESCHICHTE, INSEL MAINAU, KONSTANZ, LINDAU, PROMIS, RECHT

Vogel zockte Rentnerin aus Gailingen für Fälscher-Show perfide ab -
Landgericht prüft Prozesskostenhilfe für die Geschädigte sowie Täter

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KONSTANZ / TENGEN / RADOLFZELL. fsf/ Am 9.Oktober 2007 wurde der selbsternannte Computer-Crack Thomas Vogel im skandalträchtigen Picasso-Prozess Konstanz wegen Betrug und Urkundenfälschung auf drei Jahre auf 15 Monate auf Bewährung verurteilt. Der Staatsanwalt Rothammer nach Urteilsverkündung zu dem Wiederholungstäter Vogel, der früher Häring hieß und in Konstanz wohnte: „Beim nächsten Mal sitzen Sie”. (bodensee-woche.de berichtete)
Jetzt wird der Picasso-Prozess vor dem Landgericht Konstanz zivilrerchtlich neu aufgerollt, wobei es vorab primär um die Abzocke der kranken Rentnerin Barbara M-K. aus Gailingen geht, die Thomas Vogel aus Tengen psychisch sowie existenziell unter die Armutsgrenze zerstört hat.  Der Vorbestrafte hat die 58-jährie für die Verkaufsshow im Steigenberger Inselhotel Konstanz sowie über eBay im August 2005 hochkarätig mit Darlehnsverträgen, mit Versprechen von Zugewinn von 33 Prozent für den gefälschten Picasso, bei Verkauf von 20 Millionen Euro, ausgenommen. Für die Sachverständigen war das Bild billige Flohmarktware, das widerrechtlich mit Signatur des weltberühmten Modernisten angeboten wurde. Über den Konstanzer Rechtsanwalt Dr. Christian Krähe hat die Geschädigte Barbara M-K. Prozesskostenhilfe für gesamt 92.000 Euro beantragt. Die mögliche staatliche Stütze will der Täter Thomas Vogel unterlaufen und hat gleichfalls Prozesskostenhilfe über seinen Anwalt Klaus G. A. Frank beantragt, wobei seine Frau Anja im Gartenbau Großverdienerin ist.  Weiter gibt er aktuell an beim Sozialamt Hartz IV beantragt zu haben sowie über 100.000 Euro Schulden zu haben. Im Internet heißt es einer der größten Domain-Seller.  Spiegel und die Süddeutsche schreiben von skurrilem Domain-Grabbing. Mit Namen der RAF-Terroristen Brigitte Mohnhaupt sowie Christian Klar machte er bundesweite Schlagzeilen. Der Anwalt Dr. Christian Krähe wirft Vogel vor einen Mann aus dem Raum Singen im letzten Jahr mit gut 130.000 Euro in Bezug / Verkauf der Bodensee- Liebesinsel vor der Mettnau erleichtert zu haben, die nachweislich im Besitz der Stadt Radolfzell ist.  Im Jahr 2005 soll die Abzocke inklusive Barbara M-K. bei annähernd 200.000 Euro gelegen haben. Wo ist das Geld geblieben?? Freunde von Thomas Vogel sprechen von einer krankhaften Spielsucht im Casino, wo die Hunderter nur so flutschen. Dann soll er noch ein ” Hobby” aus seiner Vergangenheit haben,  hat er doch einst einen Swinger-Club geleitet und noch einige Etagen tiefer.

thomas-vogel-abzocke-staats-pNebulös werden die Geschäfte von Thomas Vogel im Zusammenhang mit einem „King Marduk” der im Internet als Günther w. Bosch aus Tübingen entlarvt wird. Der selbsternannte „König” mit falscher Adresse in Tübingen soll seit dem Jahr 2000 unter Betreuung stehen, was ihn nicht hindert großspurig die Inseln Helgoland, Lindau, Mai- nau, die Bodensee- Liebes- insel vor der Mettnau sowie die deutsche Exklave Büsingen (Schaffhauser Nachrichten -Express berichtete),  Steueroasen und andere zu okku- pieren und in sein Reich einzuverleiben. Die Bürger- meister sind abgesetzt. Voll- strecker ist hier besagter Thomas Vogel, der als Staats- sekretär Seiner Königlichen Hoheit Marduk Immunität vor jeder Strafverfolgung genießen will. Die Staatsanwaltschaft Tübingen: „Uns ist King Marduk in Zusammenhang mit Inter- net-Auftritten sowie deren Verletzungen bekannt”. Das ist die Adresse Thomas Vogel, der das Internet als vermeintlich rechtsfreien Raum, als Kriegsschauplatz seiner vielfach kriminellen bis perfiden Machenschaften missbraucht. Seit Januar 2009 ist die Domain “king-marduk.de”  auf den Computer-Freak Thomas Vogel eingetragen (WHOIS.de), vordem musste ein Freund aus Büsslingen herhalten, dem es jede Menge rechtlichen Ärger gebracht haben soll. Thomas Vogel soll die Seiten im Netz als Adminstrator (Staatssekretär) für seine “Hoheit” aus Tübingen programmieren, wobei die Frage offenbleibt wer der eigentliche  Verfasser ist. Rechtlich verantwortlich für den Inhalt  / Veröffentlichung ist der Vogel aus Tengen.

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Barbara M-K. aus Gailingen hat lange gebraucht sich von Thomas Vogel zu befreien, er soll mit Nötigung und Erpressung agieren. Seit August letzten Jahres ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen ihn. Barbara M-K. hat Angst um ihr Leben.

Bild: Fritjof Schultz-Friese

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Mittwoch, den 25. März 2009

Ohne Picasso zur Liebesinsel

Kette merkwürdiger Geschäfte endet vor dem Landgericht

Konstanz (li). Wer wartet schon drei Jahre auf die Rückzahlung von 77 000 Euro? Eine heutige Rentnerin aus dem Hegau hat es getan. Kurz vor Ablauf der Verjährungsfrist hat sie Anzeige erstattet und ein Zivilverfahren angestrengt. Ihr Anwalt nennt plötzlich ein mögliches Motiv: Der einstige Partner und Verfahrensgegner ist möglicherweise doch noch zu Geld gekommen. Er soll einem Singener die Radolfzeller Liebesinsel für 130 000 Euro verkauft haben. Auch da läuft ein Strafverfahren. Vor der fünften Zivilkammer des Landgerichts ging es letzte Woche eigentlich nur ums Geld. Beide Parteien hatten Prozesskostenbeihilfe beantragt: Sie Rentnerin, er frischgebackener Hartz IV-Empfänger. Der Richter hat zu entscheiden, ob sie es bekommen. Dabei ist neben den finanziellen Verhältnissen auch die Aussicht auf Erfolg zu prüfen. Was herauskam, das war ein Stück königlich-bayerisches Amtsgericht. Einige der Beteiligten hatten zudem zu viele Gerichtsshows in SAT 1 gesehen, so dass Ordnungsrufe des Richters nicht ausblieben. Er sei froh, dass es am Landgerichts Anwaltspflicht gebe, fügte er an. Geholfen hat das erst einmal auch nicht, denn beide konnten ihre finanzielle Bedürftigkeit nicht komplett nachweisen. Mehr noch: Sie warfen sich in wütenden Tiraden vor, tatsächlich Geld zu haben. Er das Geld aus dem Verkauf der Liebesinsel, sie sicherheitsübereignete Möbel und Lampen. Vor Gericht war es nicht unbedingt nur das Ende einer merkwürdigen Geschäftsbeziehung: Er wurde wütend und warf einem anwesenden Internet-Journalisten vor, es sei alles gut gegangen, bis er in ihr Leben betreten sei. Er bedrohe ihn mit einer Pressekampagne und sei deshalb auch angezeigt worden. Zur Sache: Der Verkäufer der Liebesinsel hatte 2005 Internet-Geschäfte gemacht. Höhepunkt war die großangelegte Picasso-Versteigerung im Internet. Doch das war eine Fälschung und der Verkäufer landete vor Gericht. 13 000 Euro hatte er allein dafür von der jetzigen Klägerin erhalten, um die Präsentation im Konstanzer Inselhotel stilgerecht vornehmen zu können. Dieses Vorgehen war typisch für die Geschäftsbeziehungen: Sie investierte und er hoffte auf den ganz großen Gewinn. Beide hatten damals mit Möbeln und Antiquitäten gehandelt. Läden dafür gab es in einer Hegaugemeinde und in Singen. Den Aufkauf von Nachlässen hatte sie finanziert. Sie korrigiert ihren früheren Partner: Das sei in einem Fall kein Silber sondern WMF gewesen. Das gilt wohl auch für ihren großflächigen Ohrschmuck im Gerichtssaal: Glas statt Edelsteinen. Der Richter wollte natürlich wissen, wo das ganze Geld 2005 hergekommen sei? Ihre Mutter hatte ihr offenbar ein kleines Vermögen hinterlassen. Als sie für ihn schnell 20 000 Euro brauchte, ließ sie die Oldenburger Sparkasse schnell einmal Aktien in dem Wert verkaufen. Das alles will nun der Richter erst einmal schriftlich belegt haben. Er will auch wissen, warum sie eine 80 Quadratmeter große Wohnung bewohnt, obwohl sie über 1500 Euro Energieschulden hat. Ohne Picasso werden beide nicht mehr auf der Liebesinsel landen, denn diese gehört ja dem Staat. Hans Paul Lichtwald



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