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„Pinocchio“ Konstanz zum zweiten Mal mit Gastro- Preis „Ingrid“ ausgezeichnet

5. April 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, KONSTANZ, PROMIS, TOURISMUS

Italienischer Meisterkoch Maurizio Canestrini und Sylvia brillieren als Gourmet- Restaurant –

Skulptur ist der Teil der Herrenberger Küchenbrigade von weltbekannten Künstler Peter Lenk


KONSTANZ. fsf/ Bei Eintritt in ihr Restaurant „Pinocchio“ in Konstanz streicheln der itali- enische Meisterkoch Maurizio und Partnerin Sylvia Canestrini die steinerne „Ingrid“ mit Kochlöffel“ auf Sockel in Größe 1.20 Meter und gut 80 Kilo schwer aus Kunststeinguss. Zum zweiten Mal wurde ihnen der Gastro- Preis mit höchster Bewertung in Konstanz  als Wanderpokal verliehen. Sie gehören in Deutschland zu den 150 besten italienischen Restaurants. Die- ses Jahr feiern sie ihr 30-jähriges Jubiläum „Pinocchio“, wovon sie seit 1987 in Konstanz am Bodensee sind. Die Etappen davor waren Berlin Wilhelmsdorf und Steglitz sowie Eutin in Schleswig Holstein. Letztere Gastronomie war ein Muss, in Eutin hatten sie ihr Som- merhaus, was für sie Verpflichtung war sich hier kulinarisch zu präsentieren. Mit dem Namen „Pinocchio“, der hölzernen Puppe mit langer Nase, die zum Leben erwacht und Mensch wird, verbindet Maurizio Canestrini sein eigenes Kindsein bis Jugend. Schon früh hat er bei den Eltern in einer Tratteria (Dorfgaststätte) in der Bagno di Romagna geholfen. Sein Zuhause war eine romantische Region im Grenzland zwischen der Romagna und der Toscana, wo der Tiber entspringt. In der Küche war Maurizio der kleine Pinocchio, der gelehrig von Mama und ihren Gewürzen lernte. Dabei ist Thymian für ihn bis heute die Königin der Gewürze.

Sylvia Canestrini, die vitale Berlinerin, ist die kreative Partnerin von Meisterkoch Maurizio. Sie malt nicht nur sondern gestaltet die Speisekarte im Restaurant „Pinocchio“ zum kulinarischen Gedicht. Sie erfindet Geschichten wie zu dem vermeintlichen historischen Gericht „Il Piatto Storico“, die Fischsuppe der Gebirgsfrau. Sie lässt eine Frau aus den Apenninen sich in einen Fischer verlieben, wobei beide die „Fischsuppe alla Montananra“ mit frischem Gemüse und Pilzen aus den Bergen kreieren. Die Speisekarte im „Pinocchio“ ist eine Reise in die Küche Italiens mit seinen 21 Regionen. Wie wäre es zum Beispiel mit Fleischgerichten wie „Arrosto di Vitello Ripieno del Pievano“ (gefüllter Kalbsbraten, wie der Dorfpriester ihn liebt) oder „Coniglio Ripieno alla Toscana“ (Gefüllter Kaninchenrücken ist eine toskanische Spezialität mit Kartoffelpüree und Mangold garniert). Sie empfehlen sind die Fisch-gerichte „Camberoni all’Aglio e Prezzemolo con Insalata“ (Riesengarnelen mit Knoblauch nach Art des Hauses, dazu Salat) oder „Branzino in Padella ai Sapori di Primavera“ (Gebratenes Wolfs- barschfilet, eingefangen mit Frühlingsdüften Zwiebelgemüse, Knoblauch, Thymian, Zitrone und Zichorie). Als Pastagericht bietet sich „Tagliatelle al Limone e Tonno Fresco“ (Tagliatella mit frischem Thunfisch in Zitronensauce) an. Mauricio Canestrini ist ein Meisterkoch was Pasta betrifft. Die meter-langen Teigwaren aus Hartweizen, Eiern, Mehl, Salz und Wasser verarbeitet er als Tagliatella, Tor- tellini, Lasagne, Ravioli bis Cannelloni.

Bekannt ist das „Pinocchio“ –Konstanz für seine excellenten Weinproben mit Edelwinzern wie Manetti vom Weingut Fontodi, Castello di Ama, Riondi & Santi bis Paolo Conterno. Der Grappa- König Giacomo Poli ließ in dem Restaurant einen Film über seine Edelprodukte drehen. Eine Szene des Films „Novemberlicht“ mit Stars wie Anna-Maria Mühe und Ulrich Matthes wurde gleichfalls in den Räumlichkeiten gedreht. Die Preise vom italienischen Gourmet- Restaurant „Pinocchio“ ist gegenüber der Qualität bis Auswahl preislich bescheiden beziehungsweise günstig. In München, Hamburg oder Berlin würde man leicht das Doppelte zahlen. Dabei regiert das Restaurant, wo ausschließlich nur italienische Weine ausgeschenkt werden, in der Oberklasse. Zu den Gästen gehören Thomas Gottschalk, Gunter Grass, Lisa Fitz, Oskar Lafontaine, Joschka Fischer, Udo Jürgens, Zucchero, Nana Nannini, Kimi Raikkönen, Veronoa Pooth (Feldbusch) Günter Netzer, Ruth- Maria Kubitschek, Lilo Wanders und viele andere Promis. Das Gästebuch liest sich wie „Whow is Whow“. Geradezu als Auszeichnung ist Mauricio Cenastrini Mitglied in der ehrwerten Kochzunft „Chaine des Rotisseurs“, die auf König Ludwig IX im Jahre 1248 zurückgeht.

Zum zweiten Mal erhielten jetzt der italienische Meisterkoch Maurizio Canestrini und Partnerin Sylvia den großen Konstanzer Gastro- Hauptpreis „Ingrid“ als Wanderpokal. Mit 8000 Stimmzetteln haben die  Gäste dem Gourmet- Restaurant „Pinocchio“ in der Gesamtbewertung die höchste Stimmzahl gegeben. Zu ihren Preisen gehört viermal die kleine Ingrid.  Bewertet wird in vier Kategorien wie „für jeden Tag und schnellen Genuss“ (z.B. Studentenkneipe, Eckbistro, Cafe), „solide klassisch und be- währt“ (z.B. Weinstube, Brasserie, gut bürgerliche Küche, Bar), „für Genießer“ (z.B. Erlebnisgas- tronomie, Themengastronomie, feinbürgerliche Küche, internationale Küche), „für Gourmets“ (Gourmetrestaurant, Edel-Bistro) sowie einem Hauptpreis.Der Gastro- Oskar geht auf die Konstanzer Gastronomen Jürgen Wiedemann (Hotel Barbarossa) und Jürgen Wäschle (Hotel Petershauserhof) zurück, die den Preis erstmalig im Jahr 2005 auslobten, wobei die Vergabe in der Konzilstadt ein gesellschaftliches Ereignis ist. Modell für die „Ingrid“ war die beliebte Wirtin „Ingrid“ Willms vom Restaurant Linde von Affstätt bei Herrenberg, die im letzten Jahr verstarb. Ihre Skulptur ist Anführerin der Küchenbrigade mit sieben Köchen im Herrenberger Zentrum des bekannten Künstlers Peter Lenk mit Thema „Pendelschlag“ aus dem Jahre 2000. Gast bei der diesjährigen Vergabe auf der Mainau im Palmenhaus war der Künstler Peter Lenk mit Gattin Bettina, Bestseller-Autorin Gaby Hauptmann. Die Journalistin Monika Würtz sowie das Künstlerehepaar Uschi und Enzo Stragapedes. Der nächste Konstanzer Gastro- Preis wird in zwei Jahren verliehen.

Bilder: Fritjof Schultz-Friese


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