Randegger- Ottilienquelle mit Glasflasche contra PET
23. Februar 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, Schweiz, TOURISMUSMit Film „Plastik Planet“ will Clemens Fleischmann vor gefährlicher Verpackung warnen –
Über 200 Geschäftskunden, Politiker sowie Umweltschutz ins Singener „Cineplex“ eingeladen
SINGEN / RANDEGG. fsf / Stolz präsentiert Clemens Fleischmann im Singener Kino „Cineplex“ die erste Glasflasche von Randeg- ger Ottilienquelle Mineralwasser aus dem Jahre 1892. Die Flasche mit erhabener Fir- menprägung hat einen Porzellan-Klappver- schluss. In 118 Jahren, in vierter Generation, hat die Familie Fleischmann über 450 Mil- lionen Falschen Mineralwasser, das in 118 Meter Tiefe gefördert wird, abgefüllt. Die Firmendynastie schwört auf die Glasflasche, die an die 45 Mal wieder verwendet wird und frei von Schadstoffen ist. Clemens Fleisch- mann kaufmännischer Geschäftsführer und Bruder Christoph Fleischmann, zuständig für Technik und Qualitätssicherung, haben an die 200 Geschäftsfreunde sowie Personen aus der Politik sowie Umweltschutz in das Sin- gener Kino eingeladen. Vor der Deutschland-Premiere wird der Film „Plastik Planet“ von Regisseur Werner Boote gezeigt. Provokant und schockierend zeigt der Filmemacher die Gefahren durch die Plastik-Verpackung von der PET- Flasche bis zum Naturalienhandel auf. Er weist auf die vielfach nicht deklarierten Konservierungsstoffe im Plastik hin, wozu zu die am häufigste verwendete Chemikalie E 242 Dimethyldicabonat, Markennamen Velcorin gehört. Im Film wird aufgezeigt, dass im Pazifik mehr Plastik schwimmt als Plankton. Die geschätzte Gesamtfläche hat die Größe von Mitteleuropa gleich drei Millionen Tonnen. Durch die Fische gelangt das Plastik in die Nahrungskette. Schockierend berichtet der Film von Zunahme von Krebserkrankung und Sterilität durch die neu- zeitliche Verpackung, für deren Zersetzung es vielfach Hunderte Jahre braucht. Die Sahara eine Plastik-Wüste.
Die Umwelt-Aktivistin und Event-Managerin Claudia Thom, die im Bereich Alternativen Energien in der Schweiz arbeitet, ist nach dem Film „Plastik Planet“ schockiert. Spontan entsorgt sie sämtliche Tupper- Dosen. Nicht viel anders geht es vielen Kino-Besuchern. Das Plastik ein Umweltgift ist, ist vielen neu. Zehn Jahre hat Regisseur Werner Boote für seinen Film recherchiert. Er hat die Chefs der Plastik- Industrie wie John Taylor konfrontiert, die nach seiner Meinung durchaus die Gefahren des scheinbar unendlich anwendbaren Materials kennen. Im Jahr setzen diese an die 800 Milliarden Euro um. Der „Siegeszug“ der Plastikindustrie geht auf das 17. und 18
Jahrhundert zurück. Aus milchigen Baumsäften wird die Substanz Kautschuk. Durch Zugabe von Schwefel werden die ersten Hartkunststoffe (Ebonit) entwik- kel. Bis dahin ging der Werk- stoff noch auf Natursubstanzen zurück. Mitte-Ende des 19. Jahr- hunderts folgte die Entwicklung von synthetischen Kunststoffen auf der Basis Erdöl mit lang- kettiger gewonnenen Koh- lenwasserstoffe (Polymere). Mit Beginn des 20. Jahrhunderts kommt der erste industriell ge- fertigte Kunststoff auf dem Markt, dem Bakelit. Heute sind die Kunststoffe allgegenwärtig. Sie dominieren nicht nur als Verpackungsmaterialien. Sie sind aus der Automobilindustrie, dem Flugzeugbau, der Raumfahrt und als Hightech-Verbundstoffe nicht mehr wegzudenken. Die Grund- stoffe finden sich selbst in der Pharma- und der Kosmetikindustrie. Das Baby wächst mit dem Schnuller aus Plastik auf. Die Plastik-Industrie ist der mächtigste Wirtschaftsgigant unserer Zeit. Im Film der Regisseur Werner Boote: „Nach der Steinzeit folgte die Bronzezeit. Und wir leben heute in der Plastikzeit, wobei die Gefahren geleugnet werden. Es ist ein globaler Multi-Milliarden-Markt“.
Clemens Fleischmann Geschäftsführer der Randegger- Ottilien- Quelle wörtlich: “Der Film ‚Plastik-Planet’ zeigt, dass es richtig ist an der Glasflasche festzuhalten, wenngleich der Gebrauch in Deutschland bei gerade noch 27 Prozent liegt. Als Mineralwasser-Abfüller haben wir Verantwortung gegenüber unseren Verbrauchern und der Natur“. Im Jahr füllt die Randegger Ottilien-Quelle an die 15 Millionen Flaschen mit 14 Sorten von Limonaden bis Mineralwasser Premium ab. In einer Presse-Mitteilung heißt es, das Unternehmen Fleischmann bedient an die 100.000 Endkonsumenten im Umkreis von gut 50 Kilometern.
Info über Randegger- Ottilien Quelle unter: www.randegger.de
Info über den Film „Plastik Planet“ unter: www.plastic-planet.de
Bilder: Fritjof Schultz-Friese
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