Schweizer Inder Anoop Singh in Konstanz erfolgreich
1. Dezember 2008 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, PROMIS, TOURISMUSNach indischem Restaurant „Sitara” folgt Singapur mit „Karma” -
Geschäftspartner Satish Kumar hat in Spitzengastronomie gearbeitet
KONSTANZ. fsf/ Mit Sprach- gesang „Wenn ich lache” wurde Anoop Singh Mudher ein Top-Star in der deutsch- sprachigen Schweiz, es folgten Werbeaufträge als „Most-Inder” für den Ge- tränkehersteller Thurella sowie Baumarkt und andere. Der Schweizer Inder aus dem Thurgau war gut zehn Jahre im Show- Biz , dann folgte 2005 in Konstanz die zweite Karriere als „Botschafter” der „indischen Gaumen-freuden”. In der Kons- tanzer Altstadt eröffnete er das Restaurant „Sitara” und gehört in der Boden- see- Metropole mit zu den besten Restaurants. Am Mittwoch folgt mit dem Geschäftspartner Satish Kumar in Konstanz das zweite Restaurant mit Namen „Karma” mit der Küche aus Singapur. Die „familiäre Eröffnung” fand mit einem Granthi (Priester) der Sikh, der Religion von Anoop Singh Mudher sowie einem hinduistischen Geist- lichen für Satish Kumar statt, wobei Mantras aus der Gita (Bibel) gelesen wurden. Mit dem religiösen Zeremoniell soll das Restaurant geweiht und bösen Geistern der Eintritt verwehrt werden.
Das indische Restaurant „Sitara” des Schweizer Inders Anoop Singh gehört in Konstanz zu den Top- Ten, den besten Restaurants, jetzt folgt mit der Küche aus Singapur das „Karma”. Partner und Geschäftsführer ist der 31-jährige Satish Kumar aus New Dehli, der seit 1995 in Deutschland zuhause ist. In Tettnang besuchte er mit besten Noten die Hotelfachschule, es folgte die Anstellung in führenden Häusern am Bodensee, wie dem Pilgerhof / Rebmannshof in Uhldingen- Mühlhofen bei Klaus-Dieter Besser, Seehof in Immenstaad sowie dem Hotel Halm in Konstanz.
Das „Karma” in der Konstanzer Sigismundstraße, vormals „Mekong” ist in goldenen bis violetten Farben gehalten. Die 187 qm sind mit 80 Plätzen in Gastraum mit einer Bar sowie einer Longe unterteilt. Das Mobiliar ist hochwertig: die Tische sind aus schweren Teakholz mit edlen Messing- Intarsien. An den Fenstern prangt das Karma- Logo der „Gautam- Budh”, der Vater aller Buddhas. Im Sommer kommt noch einmal eine Außenbestuhlung mit 40 Plätzen dazu.
Die Singapur- Küche ist ein Schmelztiegel von Thailand, China, Indien und Malaysia. Dabei hat jedes Land seine Gewürze wie das Thai-Basilikum, Zitronengras, Limetten- blätter, Kardamom sowie Ingwer und andere eingebracht. Auf der Speisekarte des Restaurants „Karma” stehen köstliche Suppen wie Scampi mit Coco, sieben Vorspeisen wie die Crispi- Rolle (Frühlingsrolle), Wotans (gefüllte Blätterteigtaschen). Als vege- tarische Gerichte werden Barisal (gemischte Linsen) angeboten. Als Hauptgericht gibt es Lamm, Ente, Huhn, Meeresfrüchte und Fisch, dazu gehören Reis oder eine Vielfalt von Nudelgerichten.
Die Eröffnungs- Zeremonie des Restaurants „Karma”, – im familiären Kreise-, mit Priestern der jeweiligen Religionsgruppen beeindruckte. Zuerst betete ein Sikh-Priester (Turban – langer dunkler Bart) mit Anoop Singh Mudher Mantras, dann bedeckten sich die Familienangehörigen sowie die Religionsgemeinschaft das Haupt mit Tüchern um im Gebet rein zu sein. Es folgte die Verteilung von Kraha (gekochtes Mehl mit geklärter Butter) der heiligen Kuh an die Betenden (ähnlich einer Hostie). Vor der Tür segneten sie das Restaurant mit Räucherstäbchen und Kerzen. Die Hindus, wozu der Geschäfts- partner Satish Kumar gehört, setzten sich in einen Kreis um ein heiliges Feuer (in einer Metallschale) mit Opfergaben wie Kardamom, Räucherstäbchen, Annis und andere. Auch hier sprach der Priester Mantras zum Schutze der Lokalität sowie deren Mitarbeiter, dass diesen nichts Böses widerfahre.
Zur offiziellen Einweihung des Restaurants „Karma” mit exquisiter Küche aus Singapur wird noch eingeladen.
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