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Soko „Taxi“ bittet Bevölkerung um Mithilfe

18. Juni 2010 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, RECHT

Vermeintlicher Täter Andrej W. sitzt in Konstanz in U-Haft –

Spendenkonto für die Opfer in Hagnau und Singen eingerichtet


FRIEDRICHSHAFEN .fsf / red./ Der vermeintliche 28-jährige Taxi- mörder, der Russ-landdeutsche Andrej W., sitzt in Konstanz in U-Haft. Er ist dringlich tatverdächtig am 9. Juni gegen 11,45 Uhr in Hagnau nähe Strandbad eine 32-jährige Taxifahrerin erstochen sowie eine 44-jährige aus Singen zuvor vergewaltigt und mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt zu haben. In einer Gartenlaube in Brandenburg konnte der Flüchtige durch ein Sonderkommando gestellt werden wobei Trunkene die Ver- haftung verhindern wollten. Entscheidend konnte er über DANA- Spuren aus früheren Betrugsdelikten überführt werden. Da der mögliche Täter, der sich über Jahre im Bodenseeraum aufhielt, nicht geständig ist, bittet die Soko „Taxi“ die Bevölkerung um Mithilfe. Zur Überführung der bestialischen Tat wird derzeit ein Bewegungsprofil erstellt.

Die Oberbürgermeister der Städte Singen sowie Friedrichshafen bzw. Hagnau rufen die Bürger mit einem Spendenkonto um finanzielle Hilfe für die Opfer auf. In Singen geht es um die Schwerverletzte 44-jährige, die vermutlich teilschnittsgelähmt bleiben wird. Hier heißt das Spendenkonto „Opferhilfe Singen“ mit Konto 400 4008 BLZ 692 500 35 bei der Sparkasse Singen-Radolfzell. Im Taximord bei Hagnau geht es um die zwei hinterbliebenen Kinder. Hier heißt das Stichwort: Opferhilfe „Taxi- Verbrechen- Bodensee“. Das Spendenkonto ist bei der Sparkasse Bodensee mit Konto 24 98 44 11 BLZ 690 50001. .

Weiterhin auf Hochtouren laufen die Ermittlungen der Soko Taxi,. Die derzeit insbesondere das Bewegungsprofil des Tatverdächtigen erstellt. Im Zusammenhang mit dem Mord an der 32-jährigen Taxifahrerin am vergangenen Mittwoch (9. Juni) gegen 11.45 Uhr in Hagnau sucht die Polizei noch immer das Fahrrad, mit dem der mutmaßliche Täter vom Tatort nach Friedrichshafen-Fischbach fuhr, wo er vier Radtouristen aus den Nieder- landen nach dem Weg nach Manzell fragte. Von den Zeugen wurde das Rad (ähnlich dem beigefügten Foto) wie folgt beschrieben:

• Herrenrad aus Aluminium mit geradem, waagrechtem Oberrohr, Farbe silber oder blau

• Reifengröße 28 Zoll

• Gefederte Sattelstütze ohne Gummimanschette, mit an beiden Seiten abgeflachtem Tauchrohr und Beschriftung an der Seite

• Kettenschaltung

• Ausgestattet mit Gepäckträger und Schutzblechen

• Auffällige zur Rahmenmitte hin gezogene Schweißnähte an der Verbindung Steuer-/Ober-/Unterohr.

Die Sonderkommission hat dazu folgende Fragen:

• Wem ist am 9. Juni zwischen Hagnau und Friedrichshafen ein wie oben beschriebenes Herrenrad abhanden gekommen?

• Wer kann Angaben zum Standort oder Besitzer eines solchen Herrenrades machen?

• Ist möglicherweise in einem Keller zwischen Hagnau und Friedrichshafen ein derartiges Fahrrad, dessen Besitzer nicht bekannt ist, zurückgeblieben und möglicherweise ein anderes Fahrrad dort entwendet worden?

Ferner fehlt aus dem Taxi der in Hagnau ermordeten Frau eine schwarze Umhängetasche (ähnlich dem beigefügten Foto), in der sich u.a. ein Schlüssel oder Schlüsselbund befand. In diesem Zusammenhang bittet die Polizei um Hinweise zu folgender Frage:

• Wo wurde eine solche Tasche, in der sich u.a. ein Schlüssel oder Schlüsselbund befand, aufgefunden oder gesehen?

Nach dem Verbrechen am vergangenen Dienstag (8. Juni) in Singen verschaffte sich der Tatverdächtige eine blaue Jeanshose der Marke „Urban Surface“, deren Herkunft bislang nicht geklärt ist.

• Wo wurde nach der Tat am 8. Juni eine solche Jeanshose gekauft oder möglicherweise von einer Wäscheleine entwendet?

• Blieben dort eine Hose oder andere Bekleidungsstücke zurück, deren Herkunft nicht bekannt ist?

Personen, die Hinweise zu einer der gestellten Fragen geben können, werden gebeten, sich mit der Sonderkommission Taxi, Tel. 07541/701-2029 oder 07731/888-444, in Verbindung zu setzen

Bilder: Polizeidirektion Friedrichshafen

Bild:     Fritjof Schultz-Friese


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