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Spiecker und Wiedemann wollen im Bodensee-Radtourismus mitmischen

30. Juli 2008 | Von | Kategorie: ALLGEMEIN, GASTRO-FÜHRER BODENSEE, MOBILITY, TOURISMUS

Jetzt mit eigener Haltstelle für Nostalgiebus an Konstanzer Marktstätte-

 

Auf der Reichenau sowie Konzilstadt erfolgreich mit Sightseeing-Touren

 

KONSTANZ. fsf/ Im boomenden Bodensee-Radweg-Tourismus wollen die innovativen Konstanzer Gastro-nomen Alfred Spiecker sowie Jürgen Wiedemann mit-mischen, wobei in diesem Jahr mit 380.000 Rad-touristen mit Zuwachsraten von über 15 Prozent ge-rechnet wird. Die beiden Gastronomen machten im Jahr 2001 internationale Schlagzeilen mit einem so genannten Ruftaxi mit Namen „Seeteufel“ zu Dumpingpreisen, wo die Fahrten in Zonen eingeteilt sind. Die Billigkonkurrenz sorgte für Streit vor Gericht, den die etablierten Taxi-Unternehmen ver-loren. Es folgten zwei Nostalgie-Busse mit Linienkurs auf der Klosterinsel Reichenau sowie Sight-seeing durch Konstanz. Für die Touristen-Idee vergab das ZDF mit Sendung „Volle Kanne“ im letzten Jahr einen Stern. Jetzt haben Spiecker und Wiedemann die Bus-Touren behördlich kom-plettiert. Auf der Konstanzer Marktstätte gibt es seit Anfang der Saison eine offizielle Haltestelle mit einem Nostalgieschild. Seitdem stehen die Touristen hier am Mittwoch und Freitag jeweils 18,15 Uhr Schlange. Am Steuer zumeist die Chefs mit Aussage „lieber Bus fahren als Golf spielen“. Das gilt auch für die neue Geschäftsidee „Bodensee-Radtourismus“ inklusive Hotel, wobei beide renommierte Häuser unterhalten.

 

Die „Spiecker –Wiedemann GmbH & Co.KG“ ist ein Begriff am Bodensee. Alfred Spieker und Jürgen Wiedemann aus Konstanz sind Gastronomen in der zweiten Generation. Sie stehen für touristische Innovationen. Der Gastronom Alfred Spieker (Freddy) ist im Konstanzer Ortsteil Litzel-stetten Inhaber des 3-Sterne Hotels „Vola-pük“, benannt nach dem Sprachwissenschaftler Martin Schleyer vom Bodensee, der mit der Kunstsprache „Volapük“, dem „Esparanto“, einer versuchten Weltsprache, Konkurrenz machen wollte. Jürgen Wiedemann kommt aus einer bekannten Kons-tanzer Gastronomie-Familie, wo der verstorbene Vater „Don Alfredo“ bis heute verherrlicht wird. Seit dem Jahre 1966 ist die Familie Pächter des mondänen Hotels „Barbarossa“ am Obermarkt. Das Haus geht namentlich auf Kaiser Friedrich I., auf „Kaiser Barbarossa“ zurück, der in Konstanz mit den Städten den lombardischen Frieden geschlossen hat. An gleicher Stelle wurde im Jahre 1383 das heutige Hotel „Barbarossa“ gebaut, das in Restauration für eine seelastige Küche steht. Seit zwei Jahren ist Jürgen Wiedemann Besitzer das Event-Hotels „Viva“ im Ortsteil Litzelstetten, das vorrangig von jungen Gästen gebucht wird.

 

 

Drei Veranstalter bieten am Bodensee Radtourismus mit gut 250 Kilometern durch die Anrainer-länder Deutschland, Österreich, Schweiz, an. Für den Radtouristen managen sie das Hotel, Ge-päckabholung bis zum Routenplaner. Als größter hat sich die „Bodensee-Radweg Service GmbH“ aus Konstanz in der Saison mit gut 6000 Buchungen gegenüber „Velo- Tours“, gleichfalls Konstanz sowie der „Donau-Touristik“ aus Linz (Österreich) durchgesetzt. Nach Aussage einer großen Regional-Zeitung ist der „Bodensee-Radwanderweg einer der schönsten der Welt“. Gut fünf Prozent der Radfahrer buchen über die Veranstalter. Für die Konstanzer Gastronomen Alfred Spiecker und Jürgen Wiedemann ein Markt mit Zuwachsraten, wo sie mitmischen wollen. Als nächstes wollen sie einen Bus für gut 40 Personen mit ent-sprechendem Fahrradtransport kaufen. Hotels für die Gäste haben beide.

Bild: Fritjof Schultz-Friese

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