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„STAR-WARS“- Star „R2-D2“ gekidnappt

25. Dezember 2007 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, HOBBY

Science-Fiction Fans brachen bei größtem europäischen Sammler ein –
Frauenfelder Regisseur Roman Güttinger schreibt Finderlohn aus

Science-Fiction Güttinger 008_1

CH-FRAUENFELD. fsf/ 440 Millionen Kino-Fans kennen den piepsenden Astromech- Droiden „R2-D2“ aus der „Star-Wars“- Saga „Krieg der Sterne“. In der Nacht zum 18. Dezember wurde die 1,20 Meter hohe, 50 Kilo schwere Replik bei dem Regisseur Roman Güttinger, im schweizerischen Frauenfeld, gut 30 Kilometer von der deutschen Grenze zu Konstanz entfernt, gekidnappt sowie weitere wertvolle Filmrequisiten gestohlen. Dreiste Diebe hebelten die bis dato noch ungesicherte Kellertür auf und räumten nach Belieben ab. Der Schweizer hat mit über 5000 Filmrequisiten, Originale und Exaktkopien aus Science-Fiction, Fantasie und Horror die größte Sammlung in Europa.

In 300 qm Ausstellungsräumen in Frauenfeld und Zürich lauern riesige Alien, fliegen Raumschiffe, kämpft Robocop für die Gerechtigkeit, hängt Spiderman an der Decke, steht ET mit leuchtendem Finger „nach Hause“ und fletscht der zottelige Chewbacca aus „Star-Wars“ seine Zähnen. In den Regalen liegen Büsten aus „Planet der Affen“, „Herr der Ringe“ und jede Menge abgehakte Köpfe und Gliedmaßen. Von den zumeist lebensgroßen Requisiten sind 40 Prozent Originale und unersetzbar, 40 Prozent Repliken und gut 20 Prozent Merchandising.

Vor 17 Jahren hat der heute 37-jährige Frauenfelder Filmregisseur Roman Güttinger in Davos s200px-R2D2_Replica-P-[1]ein erstes „Alien- Erlebnis“. In einer Nobelgalerie sieht er den Oskar- prämierte Alien von Hans-Rudi Giga, der weltweit zu den besten Filmausstattern gehört. Für den jungen Schweizer die Faszination pur. Er bestellt sich für sünd- haft teures Geld in Hollywood die Replik. Hatte das Ausstellungsstück in Davos eine gewisse Furcht erregende „Grazie“, war die Sendung eine billige Kopie, die er weiter verkaufte. Die eigentliche Sammlung beginnt für ihn mit lebensgroßen Requisiten aus den „Star-Wars“- Filmen mit der Prinzessin Leila, Luke Skywalker, Kriegern und dem golden- glänzenden Astromech- Droiden „C-3 P0“. Für den Roboter kaufte er vor drei Jahren seinen Partner „R2-D2“, der in jedem der sechs „Star-Wars“- Filme mitspielt. Es ist eine High-Tech Exaktkopie in Größe und Gewicht, wobei der quirlige Roboter gleich dem Film- Original über Fernsteuerung auf seinen Rollenbeinen läuft, Bilder projiziert, den Kopf dreht, Lichter leuchten und piepst.

Den Star-Wars Kultroboter „R2-D2“, der im Internet einen eigenen Fanclub sowie Websiten hat, haben Ganoven am 18. Dezember bei einem nächtlichen Bruch im schweizerischen Frauenfeld gestohlen, wobei sie die Fernsteuerung sowie Batterieblocks übersehen haben, die eine Sonderanfertigung sind, ohne die nichts geht. Mitgenommen haben sie des weiteres die Kutte von Ricky Balboa sowie seine Turnhose, abgehakte Horrorköpfe wie eine Zombie-Büste aus „Tanz der Teufel“, den Frosch „Kermit“ aus der Muppet- Show und Cowboys von Toysrus. Über die Höhe des Schadens will der Requisitensammler Roman Güttinger nichts sagen. Als Tat-verdächtige kommen für ihn zwei Deutsche in Frage, denen er Anfang Dezember seine Sammlung gezeigt hat und die sich vornämlich für „R2-D2“ interessierten.

Erst nach Aufklärung des Diebstahls ist Roman Güttinger wieder bereit seine Sammlung öffentlich zugänglich zu machen, wobei er aus dem Bruch gelernt hat, der Requisitenkeller ist jetzt durch eine Alarmanlage gesichert und Spezialschlösser eingebaut. Auch ist Europas größte Film-Sammlung von Science-Fiction, Fantasie und Horror- Requisiten jetzt erstmalig hochstellig versichert.
Für die Rückgabe des „Star-Wars“- Roboters „D2-R2“ verspricht der Sammler einen großzügigen Finderlohn.
Kontakt über Roman Güttinger info@movieprops.ch
oder Polizei unter 0041- (0)52- 725 44 90

Im Bild Roman Güttinger inmitten der „Star-Wars“ -Familie sowie „R2-D2“ vor drei Jahren als Sperrgut aus Hollywood. Jetzt ist er zur Fahndung ausgeschrieben, wobei die Sammlerkreise für derartige Requisiten bekannt sind.

Bild: (C) Fritjof Schultz – Friese / U.

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