Stefan Waggershausen zurück mit neuem Album
6. März 2010 | Von Siegfried Großkopf | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, MEDIEN, PROMIS“So ist das Spiel” – Premiere am Samstag im ZDF – In Meersburg 14 Songs geschrieben
FRIEDRICHSHAFEN / MEERSBURG (sig) – Auch wenn es 14 Jahre gedauert hat, ehe er mit einem neuen Album auf den Markt kommt: Weg war er nie. Er hat für Kollegen geschrieben, komponiert und für Film und Fernsehen produziert (unter anderem “Tatort” und die Kinderserie “Siebenstein”). Am Samstag (6.3.) heißt ihn Carmen Nebel im ZDF willkommen. Dort feiert das neue Album von Stefan Waggershausen Premiere. “So ist das Spiel”, ist der Titel der aktuellen Scheibe für Frauenherzen und Männer, die Herz zeigen können. Waggershausens 14. Studioalbum, das wieder polarisieren wird, das man mögen wird oder nicht, das aber eines sein wird: unverwechselbar anders. Mit dabei neben anderen: Annett Louisan, Alice, Nena, Sasha, Jan J. Liefers und Henning Wehland. Knapp zwei Jahre hat der Häfler Singer-Songwriter hoch über Meersburg an den 12 wohl sortierten Titeln gearbeitet. Kompromisslos, authentisch und intensiv. Waggershausen eben. Entspanntes Kino für die Ohren, Musik, die atmet, wollte er für seine Fans generieren. Den perfekten Soundtrack für den Highway. Seine neuen Songs sind von schlichter Schönheit und dennoch voller Energie und hoher Präsenz. Mit einprägsamen Sprachbildern präsentiert sich der Sänger so entspannt wie nie zuvor. Und wenn beim Song “Der alte Wolf” Annett Louisan wie aus dem Nichts auftaucht und mal eben die letzten Refrain-Zeilen “Der alte Wolf wird langsam grau, doch er ist zäh und er ist schlau. Der alte Wolf er sagt nicht viel, der alte Wolf – er kennt das Spiel” mitsingt, ist dies ein weiteres Indiz für Waggershausen-typische Überraschungen.
Emotionen sind der Schwerpunkt des Albums. Stefan Waggershausen definiert sich selbst als “Songwriter im Jetzt” und zeigt viel Gefühl und Mut zu Zeilen mit bisweilen bizarrer Ehrlichkeit. Exzellente Musiker wie Billy Lang, Peter Weihe und Frederic Koella hatten die Freiheit, ihre Persönlichkeit und ihre Seele einzubringen. Sie sorgen für lässige Ruhe und schaffen unaufdringliche Atmosphäre zwischen Rock, Blues und Country. Daniel Lanois ähnlich gitarre-geprägten Songs wie “Dein Lächeln beim Abschied” verursachen unmittelbare Gänsehaut. Intimer geht’s nicht.
Waggershausens musikalisches Tagebuch ist auch ein Dokument für eine zufällige Begegnung der besonderen Art am Mailänder Flughafen Malpensa. 27 Jahre nach dem gemeinsamen Riesenhit “Zu nah am Feuer” (einem der ersten internationalen Rock/Pop-Duette), gibt es dort ein unvermutetes “Ciao bella” mit der italienischen Cantautora Alice. Und nein, Waggershausen macht aus dem Wiedersehen keinen traditionellen Popsong, er zaubert ein dichtes Text- und Musikgemälde mit Rezitativ-Passagen, die an Szenen aus einem französischen Film noir erinnern, denn “alles ist im Fluss und ändert sich”.
Lang ist’s her. 1965 war es, als der Friedrichshafener als 15-jähriger Gymnasiast in einem staubigen Übungsraum am See saß und seine Gibson-Gitarre quälte. A-moll, C-Dur, D-Dur, F-Dur, A-moll, C-Dur, E-7… immer und immer wieder. Seine ganze Sehnsucht legte er in einen Song, der später Legende wurde. “The House of the Rising Sun”, mit dem Eric Burton & The Animals dem Edelschuppen im Redlight-District von New Orleans ein musikalisches Denkmal gesetzt haben. Aus dem jungen Gitarristen war neun Jahre später ein deutschsprachiger Singer-Songwriter geworden. Deutscher Schallplattenpreis, Goldene Schallplatten, Goldene Europa oder der RTL-Löwe folgten. Vom Album “Herzsprünge” wurden 250 000 Einheiten verkauft. In New Orleans produzierte der Mann sein exotisches Louisiana-Album, das ihm später eine Echo-Nominierung eintrug. Eine Vision erfüllte sich Stefan Waggershausen, als er das Musikmärchen “Wolke 7 – Twister und der Ring der Elfen” herausbrachte, und er mit Nena, den Prinzen, Loona, Laura, Ingolf Lück und Michael Schanze hochkarätige Stars um sich scharte. “So ist das Spiel” heißt die neue Scheibe, die ab Freitag im Handel liegt und die er am Samstag erstmals bei Carmen Nebel im ZDF präsentiert. Die nächsten drei Wochen wird man den “alten Wolf”, der langsam grau wird, am Bodensee dann kaum sehen. “Jeden Tag in einer anderen Stadt” wird er sein, wie er uns sagt, um sein Album vorzustellen. Übrigens: Zu sehen und hören ist er im ZDF-Mittagsmagazin am 8.3. um 13 Uhr, im MDR am 10.3. um 16 Uhr, beim RBB am 11.3. um
Text / Bild: Siegfreid Großkopf
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