Strafanzeige gegen Kampusch- Chefermittler Dr. Thomas Mühlbacher
21. November 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN.King Marduk: „Staatssekretär” Thomas Vogel aus Tengen hat diplomatische Immunität“ -
Über zwei Jahre terrorisierten Teilentmündigte Politiker und Touristikveranstalter der Bodenseeregion
KONSTANZ / TENGEN / GRAZ. fsf / „King Marduk“, mit vermeintlicher Residenz Adresse Europaplace im baden- württembergischen Tübingen, hat Strafanzeige gegen den öster- reichischen Kampusch- Chefermittler Dr. Thomas Mühlbacher gestellt. In einem drei- seitigen Pamphlet an die Regierung in Wien fordert er die Herausgabe von beschlag- nahmtem Material im Fall des Entfüh- rungsopfers Natascha Kampusch bei Tho- mas Vogel in Tengen Kreis Konstanz. Der 44-jährige selbsternannte IT- Spezialist hat lautstark in internationalen Medien von TV, Radio und Print behauptet er hätte auf Kinderporno-Seiten Sex-Videos von Natascha Kampusch gefunden. In weiterer Ausführung: es gäbe einen zweiten Täter sowie die Mutter Sirny wäre an der Entführung der Tochter mit Verlies von acht Jahren beteiligt gewesen. Im Nachschlag dann: Natascha Kampusch hätte ein Liebesverhältnis zum Täter Wolfgang Priklopil gehabt und sie hätte im Alter von 15 Jahren in Ungarn abgetrieben. „King Marduk“ mit bürgerlichen Namen Günter Bosch schreibt wörtlich: „Republik Österreich hat keine juristische Rechts- und Gesetzeslagen- ermächtigung, weder Kompetenz, das gestoh- lene unter krimineller Handlung aus der Schwarzwald-straße 6 sich anzunehmen, weder zu verwerten – dem SKOM Staatssekretär Vogel sofort abgemahnt zuzu- stellen“. Vor zwei Jahren hat der „Möchtegern- King“ den Tengener „Vogel“ zum Staatssekretär mit diplomatischer Immunität ernannt, wobei beide teilentmündigt sind. Bei Vogel kommt noch ein erhebliches Vorstrafenregister sowie Offenbarungseid dazu. In den nächsten Tagen wird mit der Auswertung des beschlagnahmten Materials durch die Grazer Justiz gerechnet, wobei Natascha Kampusch immer wieder beteuert, dass es keine Sex-Videos von ihr gäbe und es wären Unterstellungen von Verrückten. Der bekannte TV-Fahnder Peter Reichard: „Es ist schrecklich was der Vogel der armen Kampusch aus Mediengeilheit angetan hat“.
Die kriminelle Phantasie galoppiert bei dem Tengener Thomas Vogel, war es im August 2005 die Zocke mit einem vermeint- lichen Picasso „Gitarre und Kerze“, mit Anmietung des Blauen Salons im Steigenberger Inselhotel Konstanz sowie zeitgleichem Angebot über Ebay, wo er an die 20 Millionen machen wollte, sind es jetzt vermeintliche Porno-Videos des Entführungsopfers Na- tascha Kampusch sowie das vermeintliche Tagebuch des Täters Wolfgang Priklopil und nicht endend wollende perfide Un- terstellungen, die er medienträchtig als Offenbarung verteilt. Diese, TV, Radio und Print, veröffentlichen vielfach ungeprüft und machen sich zum Mittäter. Die Märchenstunde des Thomas Vogel aus Tengen muss seit dem gefälschten Picasso international bekannt sein. Über einen eigens angestellten Presse-Sprecher ließ er verkünden, dass der Picasso „Gitarre und Kerze“ dem einstigen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Joseph Strauß gehört habe, der das Bild für einen wertvollen Perser eingetauscht habe.
Dann soll das Gemälde beziehungs- weise die Leinwand eingerollt bei einem Holzschnitzer in Boh- lingen bei Singen ge- lagert haben bis es wiederentdeckt wurde. Mit der blumenreichen Geschichte mit Ver- sicherung von zehn Millionen wurde das Bild angeboten, das von Gutachtern als billige Flohmarktware attestiert wurde. Der Verkäufer Thomas Vogel wurde wegen Betrug und Urkundenfälschung verurteilt. Die weitere Märchenstunde ist ein Hühner-Ei mit angeblicher Marien- Erscheinung auf der Schale, das Vogel als Madonnenei für gut 100.000 Euro verscherbeln wollte und Abgezockte hinter sich ließ. Es folgten schlagzeilenträchtig die Domains der Ex-RAF-Ter- roristen Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar. Der SPIEGEL schreibt von Domain- Grabbing. Die weitere Show von Thomas Vogel ist der Verkauf des angeblichen Ballkleides von Natascha Kampusch über Ebay sowie die Versteigerung seiner Haare über gleiches Internetportal. Immer wieder gibt er christliche Nächstenliebe an und mit seiner Aktionen helfen zu wollen. Vogel braucht den Adrenalin-Kick dazu gehört nach Natascha Kampusch, wo das Schweizer Boulevard-Blatt „20 Minuten” schreibt: „Das Nachgeschäft mit dem Kampusch- Martyrium“ die noch grausigere Verlies-Story des Inzest-Täters Josef Fritzl unter www.fritzl.net. Die Vogel-Domain ist noch frei geschaltet, während www.wolfgang-priklopil.com, auf den Namen des Kampusch- Entführers behördlich geschlossen wurde.

Seit über zwei Jahren arbeiten der selbsternannte „King Marduk“ mit „bürgerlichen Namen“ Günter Bosch aus Tübingen mit Thomas Vogel aus Tengen zusammen, wobei seine „Hoheit“ mit gefakter Adresse in Tübingen seinen Mitstreiter zum „Staatssekretär“ und damit „Spokesman“ ernannt hat. Er verspricht ihm politische Immunität beziehungsweise den Diplomatenstatus. In Internetschreiben wird die baden-württembergische Regierung von Günther Oettinger nebst Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll sowie der Konstanzer Landrat Frank Hämmerle als Verbrechersyndikat bezeichnet. Als Wappen verwendet seine Hoheit das Königshaus Baden www.king-marduk .com in leicht abgeänderter Form. Großspurig verkündet King Marduk bei den Vereinten Nationen registriert und damit anerkannt zu sein
KURIER- Wien 21-11-2009
Bild: Fritjof Schultz-Friese
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