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	<title>Bodensee-Woche &#187; Güttingen</title>
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	<description>Online-Zeitung / Boulevard - Aktuelles - Tourismus</description>
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		<title>Bronzekrieger mit Waffe und Goldschmuck in G&#252;ttingen entdeckt</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 16:33:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Fritjof Schultz-Friese</dc:creator>
				<category><![CDATA[ALLGEMEIN]]></category>
		<category><![CDATA[ARCHÄOLOGIE]]></category>
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		<category><![CDATA[GESCHICHTE]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach Alemannen-Dame jetzt Gr&#228;berfeld der Vorgeschichte aus zwei Epochen -

Bodenseeraum ist f&#252;r Kreisarch&#228;ologen eine der fundreichsten Regionen

RADOLFZELL / G&#220;TTINGEN. fsf/ Spektakul&#228;r war im Jahr 1930 der Grabfund einer hochadligen alemannischen Dame mit Colliers, Spangen und T&#246;pfen im Bodenseehinterland, in G&#252;ttingen bei Radolfzell. Die Arch&#228;ologen datierten das Jahr um 600 n. Chr. Jetzt sind sie in der Nachbarschaft erneut f&#252;ndig geworden. Der Kreisarch&#228;ologe Dr. J&#252;rgen Hald entdeckte, hier mehr aus Instinkt, auf 4500 qm am Orteingang von G&#252;ttingen ein Gr&#228;berfeld mit 30 Bestattungen aus der mittleren Bronzezeit um 1600 bis 1500 v. Chr. sowie 20 fr&#252;hkeltische Brandgr&#228;ber um 800 bis 500 v. Chr. Geradezu sensationell ist der Grab-Fund eines Kriegers aus der Bronzezeit mit einem 70 Zentimeter Bronzeschwert, G&#252;rtelhalterung, Gewandspangen sowie Goldring und Goldhaarschmuck. In den Frauengr&#228;bern fanden die Arch&#228;ologen Bronzeschmuck und zwei wertvolle Bernstein-Colliers, wobei der Rohstoff aus dem Baltikum kommen soll. Bestattet waren die Toten in Baums&#228;rgen, wo sich das Holz zersetzt hat und geblieben sind als Einlage Haare von Tierfellen. F&#252;r den Kreisarch&#228;ologen geh&#246;rt der Bodenseeraum zu den fundreichsten Regionen in S&#252;ddeutschland mit Funden bis in die letzte Eiszeit 15.000 v. Chr. Dazu geh&#246;rt die Venus von Engen, gleichfalls im Bodenseehinterland, die zu den &#228;ltesten Kunstwerken der Menschheit geh&#246;rt.<div><div>Weitere evtl. interessante Artikel:</div><ol>
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</ol></div>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<a href='http://www.bodensee-woche.de/bronzekrieger-mit-waffe-und-goldschmuck-in-guettingen-entdeckt-260509-4778/' ><img src="http://www.bodensee-woche.de/wp-content/uploads/2009/06/guttingen_4-350x228.jpg" style="border:0; float:left; margin: 0 1em .5em 0;" alt="Bronzekrieger mit Waffe und Goldschmuck in G&#252;ttingen entdeckt" title="Bronzekrieger mit Waffe und Goldschmuck in G&#252;ttingen entdeckt"/></a>
<p><strong>Nach Alemannen-Dame jetzt Gr&#228;berfeld der Vorgeschichte aus zwei Epochen &#8211; <br />
 Bodenseeraum ist f&#252;r  Kreisarch&#228;ologen eine der fundreichsten Regionen</strong></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4782" title="archa-guttingen-p-004_1" src="http://www.bodensee-woche.de/wp-content/uploads/2009/06/archa-guttingen-p-004_1.jpg" alt="archa-guttingen-p-004_1" width="540" height="401" /></p>
<p>RADOLFZELL / G&#220;TTINGEN. fsf/ Spektakul&#228;r war im Jahr 1930 der Grabfund einer hochadligen alemannischen Dame mit Colliers, Spangen und T&#246;pfen im Bodenseehinterland, in G&#252;ttingen bei Radolfzell. Die Arch&#228;ologen datierten das Jahr um 600 n. Chr. Jetzt sind sie in der Nachbarschaft erneut f&#252;ndig geworden. Der Kreisarch&#228;ologe Dr. J&#252;rgen Hald entdeckte, hier mehr aus Instinkt, auf 4500 qm am Orteingang von G&#252;ttingen ein Gr&#228;berfeld mit 30 Bestattungen aus der mittleren Bronzezeit um 1600 bis 1500 v. Chr. sowie 20 fr&#252;hkeltische Brandgr&#228;ber um 800 bis 500 v. Chr. Geradezu sensationell ist der Grab-Fund eines Kriegers aus der Bronzezeit mit einem 70 Zentimeter Bronzeschwert, G&#252;rtelhalterung, Gewandspangen sowie Goldring und Goldhaarschmuck. In den Frauengr&#228;bern fanden die Arch&#228;ologen Bronzeschmuck und zwei wertvolle Bernstein-Colliers, wobei der Rohstoff aus dem Baltikum kommen soll. Bestattet waren die Toten in Baums&#228;rgen, wo sich das Holz zersetzt hat und geblieben sind als Einlage Haare von Tierfellen. F&#252;r den Kreisarch&#228;ologen geh&#246;rt der Bodenseeraum zu den fundreichsten Regionen in S&#252;ddeutschland mit Funden bis in die letzte Eiszeit 15.000 v. Chr. Dazu geh&#246;rt die Venus von Engen, gleichfalls im Bodenseehinterland, die zu den &#228;ltesten Kunstwerken der Menschheit geh&#246;rt.</p>
<p>Seit dem Jahr 2001 ist Dr. J&#252;rgen Hald als Kreisarch&#228;ologe im Referat Kultur und Geschichte beim Landratsamt Konstanz angestellt. Sein Archivar-Kollege bearbeitet die schriftliche Epoche, w&#228;hrend er f&#252;r den arch&#228;ologischen Boden im Landkreis  von Tengen bis Stockach und Engen bis Konstanz sowie Randgebiete zust&#228;ndig ist. Seit seiner Zust&#228;ndigkeit hat er 60 Ausgrabungen geleitet. Am Bodensee mit Schwerpunkt den Pfahlbauten ist das Landesdenkmalamt Au&#223;enstelle Hemmenhofen- H&#246;ri zust&#228;ndig.</p>
<p><img class="alignleft size-medium wp-image-4799" title="guttingen-p-5_1" src="http://www.bodensee-woche.de/wp-content/uploads/2009/06/guttingen-p-5_1-540x384.jpg" alt="guttingen-p-5_1" width="341" height="245" />Zur Grabungsst&#228;tte in G&#252;ttingen der Kreisarch&#228;ologe Dr. J&#252;rgen Hald: „Das geschichtstr&#228;chtige  Umfeld von G&#252;ttingen ist bekannt. Ich hatte Bauchschmerzen. Es war f&#252;r mich ein Muss den Boden, die gr&#252;ne Wiese, vor der Baufreigabe zu einem Lebensmittelmarkt zu untersuchen&#8221;. Ab M&#228;rz bis Mitte Mai, so der Arch&#228;ologe weiter, haben wir mit zehn Studenten f&#252;r Vor- und Fr&#252;h- geschichte der Universit&#228;t Freiburg sowie T&#252;bingen das 4500 qm Grundst&#252;ck manuell sowie mit einem Kleinbagger hermetisch ab- getragen, Direkt unter der Humusschicht fanden wir die ersten fr&#252;hkeltischen Brand- Urnengr&#228;ber. In Tont&#246;pfen mit geometrischer sowie mit Ritz.- und Stempelverzierung war die Asche der Toten, daneben Trinkschalen.</p>
<p>Ergiebiger auf gleichem Areal sowie &#252;berlappend, so der Kreisarch&#228;ologe weiter, waren die Gr&#228;ber aus der Bronzezeit, <img class="alignright size-medium wp-image-4798" title="guttingen_4" src="http://www.bodensee-woche.de/wp-content/uploads/2009/06/guttingen_4-540x353.jpg" alt="guttingen_4" width="415" height="272" />diese waren mit Steinen zugedeckt. Die Toten lagen nords&#252;dlich ausgerichtet, wobei die Skelette teil- weise erhalten waren. Nach bisheriger Kennt- nis wurden die Gr&#228;ber der wohlhabenden Bauern bereits in der Antike zu &#252;ber einem Drittel ausgeraubt. Als Sensationsfund sieht Dr. J&#252;rgen Hald das Grab des Kriegers mit einem gut erhaltenen Bronzeschwert, wobei der Griff, wahrschein- lich einst aus orga- nischem Material wie Knochen, fehlt. Die weiteren Beigaben sind eine Schwerthalterung aus Bronze sowie ein Fingerring und eine Haarzierde aus Gold. Ein Talisman des Kriegers scheint ein kleines Steinbeil sowie Kugel, die Arch&#228;ologen auf die Zeit der Pfahlbauer gut 3.500 v. Chr. taxieren. Ein anderes m&#228;nnliches Skelett wurde mit einem Dolch &#252;ber dem Sch&#228;del gefunden.<br />
 In den Frauengr&#228;bern fanden die Arch&#228;ologen Gewandnadeln, Arm- und Fingerringe sowie Colliers aus Bernstein.</p>
<p>Die arch&#228;ologischen Funde von G&#252;ttingen werden jetzt in der Restaurierungswerkstatt des Landesdenkmalamtes in Freiburg gereinigt und konserviert. Als m&#246;gliche Ausstellung wird das st&#228;dtische Museum in Radolfzell angenommen, wo bereits der alemannische Grabfund der herrschaftlichen „Dame von G&#252;ttingen&#8221; ausgestellt ist.  <br />
 Die Bedeutung des aktuellen  Gr&#228;berfeldes in G&#252;ttingen, das bis zur Erforschung vor m&#246;glichen Grabr&#228;ubern mit Hilfe der Polizei geheim gehalten wurde, sieht der Kreisarch&#228;ologe Dr. J&#252;rgen Hald als hochkar&#228;tig, bisher sind nur vier bronzezeitliche Funde Waffe mit Gold bekannt. Eine m&#246;gliche Siedlung der einstigen Bewohner sieht der Arch&#228;ologe im Umkreis von 400 Metern.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-4817" title="archa-guttingen-p-030_1" src="http://www.bodensee-woche.de/wp-content/uploads/2009/06/archa-guttingen-p-030_1.jpg" alt="archa-guttingen-p-030_1" width="540" height="325" /></p>
<p>Bilder: Fritjof Schultz-Friese  2 / Kreisarch&#228;ologie Konstanz  2<br class="spacer_" /></p>
<div><div>Weitere evtl. interessante Artikel:</div><ol>
<li><a href='http://www.bodensee-woche.de/zoll-entdeckt-bei-zugfahrgast-gefaehrliche-waffen-30559/' rel='bookmark' title='Zoll entdeckt bei Zugfahrgast gef&#228;hrliche Waffen'>Zoll entdeckt bei Zugfahrgast gef&#228;hrliche Waffen</a> <br><small>Baden-Württemberger führt rollende Gefahr mit sich SINGEN.red/ Bei einem 42-jährigen...</small></li>
<li><a href='http://www.bodensee-woche.de/rumaene-mit-schussbereiter-waffe-ueber-die-grenze-39470/' rel='bookmark' title='Rum&#228;ne mit schu&#223;bereiter Waffe &#252;ber die Grenze'>Rum&#228;ne mit schu&#223;bereiter Waffe &#252;ber die Grenze</a> <br><small>Zoll beschlagnahmte Pistole und leitete Strafverfahren gegen 24-jährigen aus Nürnberg...</small></li>
<li><a href='http://www.bodensee-woche.de/archaeologische-untersuchung-auf-dem-hohenhewen-bei-anselfingen-17639/' rel='bookmark' title='Arch&#228;ologische Untersuchung auf dem Hohenhewen bei Anselfingen'>Arch&#228;ologische Untersuchung auf dem Hohenhewen bei Anselfingen</a> <br><small>ENGEN. red./ Auf &#252;ber 800 m Meeresh&#246;he fand in der...</small></li>
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