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Beiträge zum Stichwort ‘ Radolfzell ’

Bronzekrieger mit Waffe und Goldschmuck in Güttingen entdeckt

26. Juni 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, ARCHÄOLOGIE, BOULEVARD, GESCHICHTE

Nach Alemannen-Dame jetzt Gräberfeld der Vorgeschichte aus zwei Epochen -

Bodenseeraum ist für Kreisarchäologen eine der fundreichsten Regionen

RADOLFZELL / GÜTTINGEN. fsf/ Spektakulär war im Jahr 1930 der Grabfund einer hochadligen alemannischen Dame mit Colliers, Spangen und Töpfen im Bodenseehinterland, in Güttingen bei Radolfzell. Die Archäologen datierten das Jahr um 600 n. Chr. Jetzt sind sie in der Nachbarschaft erneut fündig geworden. Der Kreisarchäologe Dr. Jürgen Hald entdeckte, hier mehr aus Instinkt, auf 4500 qm am Orteingang von Güttingen ein Gräberfeld mit 30 Bestattungen aus der mittleren Bronzezeit um 1600 bis 1500 v. Chr. sowie 20 frühkeltische Brandgräber um 800 bis 500 v. Chr. Geradezu sensationell ist der Grab-Fund eines Kriegers aus der Bronzezeit mit einem 70 Zentimeter Bronzeschwert, Gürtelhalterung, Gewandspangen sowie Goldring und Goldhaarschmuck. In den Frauengräbern fanden die Archäologen Bronzeschmuck und zwei wertvolle Bernstein-Colliers, wobei der Rohstoff aus dem Baltikum kommen soll. Bestattet waren die Toten in Baumsärgen, wo sich das Holz zersetzt hat und geblieben sind als Einlage Haare von Tierfellen. Für den Kreisarchäologen gehört der Bodenseeraum zu den fundreichsten Regionen in Süddeutschland mit Funden bis in die letzte Eiszeit 15.000 v. Chr. Dazu gehört die Venus von Engen, gleichfalls im Bodenseehinterland, die zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit gehört.

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Mieter-Alarm in Bodensee-Metropole Konstanz

27. April 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, KONSTANZ, SOZIALES, ÜBERLINGEN

Touristen- und Universitätsstadt an siebenter Stelle in Deutschland –

Herbert Weber kämpft seit 34 Jahren für gerechte Mieten

KONSTANZ / SINGEN / RADOLFZELL / ÜBERLINGEN. fsf/ Der 70-jährige Vorsitzende vom Mieterverein Bodensee Herbert Weber schlägt Alarm, nach neuen Mietspiegel steigen die Mieten in der Metropole Konstanz für kleine Wohnungen bis 50 qm um gut neun Prozent während die größeren Einheiten bei vier Prozent liegen. Gegenüber dem Einkommen liegt die Miete vielfach bei 41,83 Prozent. Da lebt man selbst in München günstiger. Für den engagierten Sozialdemokraten ein Missstand, wo Familien letztendlich auf der Straße stehen. Die Ursachen sieht Weber in zu niedrigen Löhnen in der Region sowie Druck durch die Touristen- sowie Universitätsstadt. Die gut 12.000 Studenten, zumeist Kinder reicher Eltern, treiben die Mieten in die Höhe. In Konstanz gibt es für die 78.000 Einwohner an die 39.000 Wohnungen, wobei die jährliche Umzugsrate zwischen acht bis zehn Prozent liegt. An die 50 Prozent der Mieter sind Single.

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