Vernissage „Salem2Salem“ – Internationale Künstler stellen im Schloss aus
20. August 2010 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN, BOULEVARD, EVENT, HOBBY, KUNST UND KULTUR, MEDIEN, PROMIS36 Künstler aus den USA, Polen, Schweiz und der Region Bodensee stellen ihre Arbeiten bis 19. September im Neuen Museum Schloss Salem aus
SALEM.red./ „Hochklassige und spannende Kunst- werke, die sich mit dem Ort und der Region auseinandersetzen“, verspricht Bernd Stieghorst, der Kurator des Projekts „Salem2Salem“. Am Freitag, den 20. August wird um 19 Uhr im Neuen Museum auf Schloss Salem die Ausstellung mit den Arbeiten der Künstler des internationalen Künstler- Austausch- projektes eröffnet. 36 Künstler aus den USA, Polen, der Schweiz und der Region Bodensee / Oberschwaben haben seit dem 3. August in Salem gemeinsam gelebt, diskutiert und gearbeitet. Die Ergebnisse dieser Zusammenarbeit sind nun im Neuen Museum in Salem zu sehen. Die Kunstwerke entstammen ganz unterschiedlichen Kategorien, denn die 36 Künstler vertreten die Kunstsparten Malerei, Bildhauerei, Literatur, Musik und Digital Art. Besonders spannend sind dabei die Projekte, bei denen Künstler aus verschiedenen Ländern zusammen arbeiteten. So lassen z.B. Olga Titus (Schweiz) und Käthe Schönle (Deutsch- land/Österreich) einen Bücherschrank in der historischen Bibliothek in den Raum „explodieren“. „Ad fontes“ heißt diese Installation, die auf den „humanistischen Sprengstoff“ der ehemaligen Klosterbibliothek verweist.
Renata Jaworska aus Polen und Eva Räder aus Berlin haben sich mit der Architektur des Neuen Museums auseinandergesetzt und ein verwirrendes Schattenbild gemalt. Die Bildhauerin Johanna Knöpfle aus Salem beherbergte in ihrem Atelier die aus Japan stammende und in New York lebende Bildhauerin Kazumi Tanaka, die ihre Skulpturen aus Pferdehaar fertigt und Äpfel aus der Region in Gips gießt und täuschend ähnlich bemalt. Felicia Glidden, Bildhauerin aus Washington, DC, schuf eine Skulptur aus Metall und Bienenwachs, der von einem Imker aus Sipplingen stammt. Als Inspiration für diese Arbeit diente eine barocke Putte aus dem Salemer Münster, der sogenannte „Honigschlecker“. Aber auch Musiker wie der Leiter des Symphonischen Jugendblasorchesters Friedrichshafen Alain Wozniak oder die Sängerin Max Sharam aus New York haben Texte der teilnehmenden Schriftsteller vertont. Dabei sind viele, zum Teil sehr witzige Überraschungen entstanden.
„Wir mussten schon einen großen organisatorischen Aufwand betreiben, um dieses internationale Projekt möglich zu machen, doch es hat sich gelohnt“, meint Dr. Stefan Feucht, der Leiter des Kulturamtes des Bodenseekreises. „So etwas hat es hier und auch anderswo noch nie gegeben. Das Austauschprojekt „Salem2Salem“ ist einzigartig: international, interdisziplinär und Generationen übergreifend.“
Die Arbeiten sind noch bis zum 19. September im Neuen Museum zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von 10.30 bis 18 Uhr geöffnet.
Vernissage am Freitag, 20. August 2010 um 19 Uhr Neues Museum, Schloss Salem Eintritt frei
Bilder: Salem2Salem
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