Weihnachtszeit in der Niederburg zu Konstanz
28. November 2009 | Von Fritjof Schultz-Friese | Kategorie: ALLGEMEIN
KONSTANZ .red./ ws / Wenn die Tage kürzer werden, die Altstadt mit ihren großen Kaufhäusern in hellem Licht erstrahlt und die Menschen „shoppen“ gehen, dann ist das die Zeit der Niederburg. Hier ticken die Uhren etwas langsamer, die Lichter sind etwas gedimmter und die neue Weihnachts-beleuchtung mit den 36 großen Herrnhuter Sternen weist den Weg, wie der Stern von Bethlehem, in den ältesten Stadtteil von Konstanz, der Niederburg. Hier kann man noch ohne Hektik gemütlich einkaufen. Der Inhaber berät hier noch persönlich und man nimmt sich etwas mehr Zeit für die Entscheidungen. Vielen ist gar nicht bewusst, das in der Niederburg mit seinen circa 3500 Einwohnern genau 144 Gewerbetreibende täglich ihre Waren und Dienstleistungen anbieten. Wir haben das einmal auf der nächsten Doppelseite unter dem Titel „“Weihnachtsmarkt“ Niederburg“ dargestellt.
Kleiner geschichtlicher Exkurs zum Thema Herrnhuter Sterne:
1457 entstand eine der ersten evangelischen Kirchen in Böhmen. Die „Böhmischen Brüder“ beriefen sich auf den
Reformator Jan Hus, der 1415 in Konstanz als Ketzer verbrannt wurde. Für ihre Gemeinschaft sollten einzig und allein die Aussagen der Bibel gelten. In Folge der Gegenreformation kamen sie Anfang des 18. Jahrhunderts als Glaubensflüchtlinge auf das Gut von Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf in der Oberlausitz. Er gewährte ihnen Asyl. Ihrer ausgeprägten Religiosität entsprechend stellten sie ihre Gemeinschaft unter die „Obhut des Herrn“ und nannten ihre Kolonie „Herrnhut“.
Die Niederburg möchte in diesem Jahr ein kleines Fest für sich selbst veranstalten und den Jahresausklang und das Erreichte feiern und „Danke“ sagen. Ein Fest für die Händler, die Dienstleister, die Künstler, die Gastronomen und auch die Bewohner. Der Sommer mit seinen vielen Aktivitäten ist vorbei, die Adventszeit mit seinen glitzernden Angeboten, um die Lieben zu Heilig Abend zu erfreuen, hat noch nicht begonnen.
Der Brauch eines großen Weihnachts- baumes auf dem Münsterplatz, der leider von der Stadt nicht mehr gepflegt wird, wurde im letzten Jahr vom Förderverein Niederburg Vital mit großzügiger Unterstützung des Dekans des Münsters „Unserer Lieben Frau“, Mathias Trennert- Helwig, wieder ins Leben gerufen. Die mit 500 Lichtern geschmückte Münstertanne ist zwar nur die zweitgrößte in der Stadt, dafür steht sie aber neben der höchsten Kirche.
Aufmacherbild: Wolfgang Starke Förderverein Niederburg Vital e.V. Schatzmeister & Schreiberling
Bild Münsterplatz: Fritjof Schultz-Friese
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